MaJa-TV | Die andere Art von Redaktion

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Paranormale Phänomene

ZEITREISEN • LOST PLACES • MYSTERY

MARCO IMM | Graphic Novel

EXKLUSIVE GRAPHIC NOVEL BY MARCO IMM
BRANDNEU! Erleben Sie die Serie direkt hier auf MaJa-TV.

NUR AUF MaJa-TV | ONLY ON MaJa-TV!

Unerklärbare, übernatürliche Phänomene bekommen ein Gesicht und werden in Band 3 in ein neues Licht gerückt ...

Nach einer unfassbaren Kinopremiere reisen Laura und Ben zu längst vergessenen Orten, um das schreckliche Trauma zu überwinden, welches immer noch tief in ihnen schlummert.

Das unheimliche Ding aus Bens Kindheitstagen ist zurück. Es wird auch Dich bis in Deine Träume verfolgen ...

Gruseliger als "Verschwunden im Wald"

Schocker des Jahres nach wahren Begebenheiten

MaJa-TV | Marco Imm

Thriller-Serienmagazin by Marco Imm
- Exklusive Leseprobe Band 3 -

-1-

MARCO IMM | Laura Kissinger

Im gemütlichen Gleichschritt liefen sie dicht nebeneinander. Keiner von beiden sagte etwas. Und irgendwie gab es auch grad’ nichts zu sagen. Selbst wenn der Tag so richtig beschissen begonnen hätte, obwohl doch genau das Gegenteil ihn überraschen wollte, war er nun froh, dass der Abend sich langsam näherte. Es gab nichts Schlimmeres, als ungeduldig auf etwas zu warten. Obwohl, vielleicht gab es da doch was: Beispielsweise, von jemandem maßlos enttäuscht zu werden.
     Ich hoffe nur, dass ich diesen Freitag überlebe …
     Sein Gedankengang war nicht ganz unbegründet, auch wenn er sich sonst überhaupt nichts aus solch’ dummen Sprüchen machte. Außerdem war es nicht nur reiner Aberglaube, sondern auch ziemlich kindisch, wenn jemand von irrsinnigen Gefahren und Schicksalsschlägen sprach. Es war sogar lächerlich – nur weil heute Freitag, der Dreizehnte war.
     Einer von etlichen, dachte er sich und winkte den Gedanken ab. Nie ist etwas Großes passiert. Warum sollte das heut’ anders sein?
     Hätte er seine Gedanken ausgesprochen, wären erhebliche Zweifel an die Oberfläche getreten. Bestimmt hatte das alles mit der ungewohnten Situation zu tun. Und wenn etwas ungewohnt war, brauchte es doch immer erst einen kräftigen Tritt, bevor etwas losrollen konnte – egal, ob es sich um eine Maschine handelte … oder um ein Familienmitglied, welches man in die entscheidende Richtung zurücklenken musste.
     »Alles okay, Schatz?«, fragte Laura und sah ihn von der Seite an. Ein paar Haarsträhnen fielen ihr dezent ins Gesicht und wippten erfreut, während ihre Beine dazu einen taktvollen Gleichschritt vollzogen. »Basti wird schon kommen.«
     Wieso kommt sie eigentlich immer darauf, dass ich mir Sorgen um ihn mache? Als wenn sich die Welt nur um ihn drehen würde …
     »Ja … ich meine: Nein, es geht nicht um Basti. Ich hab’ nur grad’ so einen dummen Einfall gehabt.« Er sah kurz zu ihr herüber und bemerkte ihren Gesichtsausdruck: Sie wollte mehr wissen. »Du weißt schon … Heute ist der 13. Mai.«
     »Natürlich weiß ich das. Mein Glückstag. Und deshalb wird die heutige Premiere auch außergewöhnlich werden. Die meisten Vorstellungen finden sonst immer donnerstags statt.«
     »Genau! Genau deshalb«, betonte er. Seine Stimme beschleunigte wie ein Rennwagen. »Findest du das nicht merkwürdig? Die vielen Zusammenhänge … was wir erlebten …«
     »Ich hab’ das mit der Kinoleitung so vereinbart«, unterbrach sie seine Aufzählung und fing an zu kichern.
     »Du warst das?« Er blieb stehen und riss seine Augen weit auf. Nervös fuhr er sich durchs kurz geschnittene Haar.
     Laura erwiderte seine Reaktion, hielt an und meinte: »Aber ja! Ich dachte, du freust dich darüber. Die freundliche Dame am Telefon meinte, ich solle mir ein Wunschdatum aussuchen. Es standen sogar mehrere Termine zur Auswahl …«
     »Warum hast du mir nichts gesagt?«, fuhr er sie an und wurde laut. Ein paar Leute, die an ihnen vorbeiliefen, drehten sich zu ihnen herum. Doch davon bekamen sie nichts mit.
     »Schon mal was von Überraschung gehört?« Ihre Freude war sichtlich im Eimer und schmolz wie Eis in der Sonne.
     »Tut mir Leid«, gab er bestürzt von sich. »Du wolltest mir entgegenkommen – und ich hab’s mal wieder vermasselt.«
     »Hey!«, sagte sie und kam so nah, dass er ihren Atem spürte. »Du hast gar nichts vermasselt, okay? Gib dir nicht dauernd die Schuld. Du hast eine schwere Zeit hinter dir … wir alle. Und ich will nicht, dass sich der ganze Spaß wiederholt.«
     Laura hatte Recht. Und allmählich sah er es auch ein. Schließlich konnte er froh sein, dass die Vorstellung heute stattfand – und nicht einige Wochen später. Die Drehtage hatten ihm bereits den letzten Nerv gekostet. Undenkbar, dass er diesen Ballast noch länger mit sich herumtragen sollte. Dieser Abend sollte sein Leben – und das Leben seiner Freundin – wieder ins rechte Licht rücken. Hoffte er. Sie hatten sich nicht umsonst abgestrampelt und das Projekt knallhart durchgezogen, obwohl jeder kaum noch konnte.
     »Ich will auch, dass es endlich vorbei ist, Laura. Nicht nur du. Glaub’ mir.« Wieder liefen Menschen wie Komparsen an ihnen vorbei, als drehten sie den Film weiter. Ben achtete nicht auf sie. In diesem Moment war es für ihn so, als befinde er sich mit seiner Kirsche ganz allein in einem Konferenzraum. Besprechung unter vier Augen, fiel ihm spontan ein. Wenn man vor die Tür gesetzt wird, bricht die Welt um einen auch zusammen.
     Seine Wahrnehmung war der einzige Schlüssel, den er heute Abend bei sich trug. Laura hatte beschlossen, die Wohnungsschlüssel in ihrer Handtasche zu verstauen. Elegant hob sie die helle Ledertasche mit ihren Fingern etwas an und ließ den schmalen Umhängeriemen von ihrer Schulter gleiten, um etwas herauszuholen: »Vielleicht muntert das dich auf …«
     »Du schleppst mein Erfolgsjournal mit?«, fragte er entsetzt und zeigte auf sein petrolfarbenes Büchlein im A6-Format, welches sie ihm dicht vor die Nase hielt. In seiner Stimme lag so was wie Angst. Angst, einen großen Fehler zu begehen …

MARCO IMM | Journal

     »Es ist unser Journal – klar?«, machte sie ihm deutlich. »Schließlich hast du während der Dreharbeiten alles dokumentiert und festgehalten. Und bei unserer ersten Kinopremiere gehört das schließlich dazu und darf nicht fehlen.«
     »Verstehe! Du willst die Kinokarten ins Buch kleben. Warum bin ich eigentlich nicht selber auf die Idee gekommen?«
     »Weil du mit anderen Dingen beschäftigt warst«, antwortete sie und kramte einen Klebestift aus der Tasche. »Es muss wie ein Ritual vor Ort geschehen.« Nach einer kurzen Pause: »Na also! Dein Gedankenlesen wird deutlich besser, wie ich finde. Geht doch. Und du beschwerst dich …« Es klang so, als hätte sie das Buch nur hervorgekramt, um ihn zu testen.
     »Ich hab’ auch hart geübt«, meinte er und lief weiter. Laura packte die beiden Dinge wieder zurück und folgte ihm.

MARCO IMM | Klebestift

     Vor ihnen erstreckte sich das Neustadt-Centrum, das wie ein Schiff von außen wirkte. Immer, wenn Ben das Shopping-Center betrachtete, musste er an den Film Ghost Ship denken. Nicht, dass das Center geisterhaft leer wär’: Ben verband imposante Gebäude immer mit irgendetwas. Als er Luisa dank Bastis geniale Idee – einen Puff zu betreten – kennenlernte, hatte er während der Autofahrt zum Fabrikgelände gespürt, dass er ebenfalls diese Fähigkeit in sich trug, von der sie damals erzählte. Nur war er in Gedanken abgedriftet gewesen, sodass sein Unterbewusstsein diese Informationskette erst nach und nach an die Oberfläche spülen musste. Das war mit allem so. Trotzdem konnte er partout nicht verstehen, warum manche Dinge immer wieder dieselben Bilder in einem selber hervorkramten, mit denen man im Prinzip nichts weiter zu tun hatte. Es war ein ungelöstes Rätsel, das sich einfach nicht auflösen wollte, auch wenn man sich noch so sehr anstrengte.
     »Kommt mir wie ein Déjà-vu vor«, sagte Laura und strich sich die Haarsträhnen aus dem Gesicht. »Als wir zu deiner zweiten Autorenlesung liefen, lag auch so eine Energie in der Luft.« Es klang wichtig, wie sie die Worte penibel formte.
     »Das Wetter war an jenem Tag nicht das beste, wie du sicherlich noch weißt.« Laura spürte sofort, dass Ben sich nur rausreden wollte. »Muss wohl am Herbst gelegen haben … und weil Basti kurz davor verschwunden war. Bestimmt sind das noch Energiereste, die sich hin und wieder zeigen.«
     »Ich wünschte, du hättest damit Recht«, sagte sie und drehte sich um. Ben dachte, Laura hätte jemanden gehört, der nach ihr rief. Als er sich ebenfalls umdrehte, sah er nichts weiter als ein paar Geschäfte, die einer etagenförmigen und offenen Passage glichen. »Zumindest weiß ich jetzt, was du damals meintest.« Erst dachte er, Laura meinte Lisa damit. Die Situation in der Buchhandlung ähnelte dieser hier stark.
     Wieder blieben sie stehen. »Laura, die Sache mit Mirko ist vorbei, okay?«, gab er stattdessen von sich. »Ich spüre nichts mehr – im Gegensatz zu damals. Wir hatten die Schweine in der Klinik erledigt … Und es wird nichts mehr passieren.«
     »Aber es stand nichts in der Zeitung«, warf sie ein. »Auch nichts im Netz. Ich meine: Die Sache hätte doch irgendwann auffliegen müssen, wenn die Polizei sie gefunden hätte …«
     »Die Dreckskerle waren untergetaucht«, unterbrach er sie. »Kein Aas interessierte sich für sie. Daran wird sich auch nichts mehr ändern. Wer soll eine alte Psychiatrie besuchen?«
     Es ist der Fluch, Ben, nervte ihn seine innere Stimme. Wie schön wäre es gewesen, wenn auch sie untergetaucht wäre. Doch das war ein Wunschdenken. Du hast selber behauptet, dass jeder für immer betroffen ist, der mit dem Ding in Berührung kommt …
     »Und Sarah Kulmer?«, fragte Laura. »Was ist mit der?«
     »Hey! Die hatte einfach Schiss gekriegt und ist abgehauen. Wir sollten nicht mehr darüber nachdenken, sondern uns heute einen schönen Kinoabend machen. Ich weiß nicht, warum du ausgerechnet jetzt wieder davon anfangen musst …«
     »Das hab’ ich dir doch grad’ eben eindeutig versucht zu verklickern: Weil ich was spüre. Hier stimmt was nicht, Ben.«
     Eigentlich unmöglich, dass nur Laura etwas wahrnimmt. Ich merke absolut null. Bildet sie sich das nur ein? Nein, das ist untypisch für sie.
     »Und was schlägst du nun vor?«, versuchte Ben, sie selber vor eine Entscheidung zu stellen. Er hielt das für wichtig.
     »Umkehren ist blöd«, meinte sie. »Es wär’ blamabel, wenn wir nicht zu unserer eigenen Vorstellung gehen würden, nur weil wir uns nicht trauen.« Sie klang wie ein kleines Mädchen, das vor ihrem strengen Vater etwas aufsagen musste, nur weil er es von ihr so hören wollte. Ihre zaghafte Stimme war ein Ausdruck dafür, dass sie selber nicht daran glaubte, was sie von sich gab. Hätten Kräfte ihren inneren Zustand manifestiert, wären bestimmt die Fäden wie bei einer Marionette sichtbar geworden, die sie in eine bestimmte Richtung lenkten. Vielleicht liegt Ben mit seinen Zusammenhängen doch richtig.
     »Also gehen wir jetzt dort rein und genießen den Abend«, übernahm er nun doch die Entscheidung und zeigte auf das Neustadt-Centrum. »Sobald wir den fertigen Film gesehen haben, ist alles vorbei, Schatz. Dann hören die Ängste und Albträume endlich auf – und wir kriegen unser Leben zurück.«
     Zumindest hoffte er das.


-2-

Schwungvoll öffnete Ben die Eingangstür. Wieder ließ er Laura den Vortritt, und wieder erinnerte ihn die Situation an seine Lesung in Halle am 18. Oktober 2014. Unvorstellbar, wie schnell die Zeit vergangen war. Für Ben fühlte es sich so an, als sei der Vorfall auf der Herrentoilette in der Buchhandlung erst gestern gewesen. Sein Gesichtsausdruck verriet, dass sich das Gefühl, welches er jetzt verspürte, während sie an den Geschäften des überschaubaren Shopping-Centers vorbeiliefen, mit dem damaligen Erlebnis anscheinend wiederholen wollte. Der Anblick wirkte etwa so, als säße er im Zug und schaue der vorbeirasenden Landschaft zu. Es ist nicht möglich, dass sich dasselbe erneut abspielt – oder doch? Nein … Ich hab’ das Ganze nur noch nicht so richtig verarbeiten können, redete er sich instinktiv ein. Überzeugt und zufrieden war er dennoch nicht.
     Laura hatte den Dreck wieder hervorgekramt, den er mühselig versucht hatte, unter den Teppich zu kehren. Ein Luftzug genügte … und der ganze Scheiß kam wieder nach oben gespült, als sei das Klo verstopft. Von einer Verarbeitung war gewiss keine Rede gewesen. Dieser Punkt stimmte zumindest.
     »Sei froh, dass wir uns heute mal passiv verhalten dürfen«, meinte sie. Zack! Da war es wieder. Ben hatte sich nichts eingebildet. Laura las in ihm, als sei er selber ein Buch, das zwei Beine besaß und von Ort zu Ort wanderte, um den Menschen seine Weisheiten zu servieren. Bei diesem Gedanken musste er kurz schmunzeln – hielt sich jedoch die Hand vor den Mund und tat so, als müsse er sich kratzen. Sie sollte nichts davon mitbekommen. Wie aus dem Nichts drauf loszulachen, war verrückt und stieß selten auf Bewunderung.
     »Ob wir im Foyer auf alle warten sollten?«, fragte er stattdessen, während sie an der Rolltreppe vorbeiliefen, die zum Parkhaus führte. Das Kino befand sich zwanzig Meter vor ihnen auf der linken Seite am anderen Eingang des Centers.
     »Nachher sind die besten Plätze weg«, antwortete sie. »Ich besorg’ uns Popcorn und warte im oberen Stockwerk. Du kannst schon mal vorgehen und die Lage im Saal checken.«
     Als sie vor den Glastüren standen, stoppte Ben und sah nach oben: Über ihnen erstreckten sich mehrere eingerahmte Kinoplakate, die von der Rückseite durchleuchtet wurden. Das dritte von links zeigte das Buchcover seines Debütromans mit dem Titel Verschwunden im Wald. Ben hatte drauf bestanden, alles so zu belassen, wie es die Romanvorlage hergab. Selbst der Schriftzug saß an Ort und Stelle. Wiedererkennung war alles, wie er wusste. Erst das brachte den Erfolg.
     »Ich kann es selber kaum fassen, dass wir gleich unseren eigenen Kinofilm sehen werden«, platzte es aus Laura heraus. Ihr war eindeutig anzumerken, dass sie die Spannung kaum noch aushielt. Sie musste grinsen und meinte darauf: »Verrückt, dass die Filmemacher von diesem Blockbuster heut’ Abend im Saal mit drinsitzen. Und nur wir wissen davon.«
     »Bis auf die Kinoleitung, bei der wir uns gleich vorstellen müssen. Ansonsten werden wir nicht in den Genuss kommen, unsere eigene Premiere anzusehen. Außer, du willst incognito Kinokarten für uns kaufen und so tun, als ob …«
     »Wird wohl kaum möglich sein, Schatz«, antwortete sie ihm und grinste wieder. »Die Dame meinte, dass alle Karten bereits restlos ausverkauft seien. Unglaublich, oder?«
     Hoffentlich erleben wir keine unglaubliche Überraschung, fiel ihm ein. Sicherlich stammte diese Information wieder von seiner lästigen Stimme. Auch wenn er sie hasste: Ihr verdankte er es immerhin, dass er noch lebte. Hätte seine Intuition nicht ihren Mund aufgemacht, würde er schon gar nicht mehr auf dieser Erde umherwandern. Inzwischen war sie keine Begleiterscheinung mehr, sondern sein innerer Wegweiser. Andere wiederum, die dieses Gefühl kannten oder ähnliche Stimmen hörten, nannten es liebevolle Führung. Bei ihm war es jedoch alles andere als lieb: Eher war es eine Art strenge Erziehungsmethode – so, wie sie ihn des Öfteren runtermachte.
     Nachdem sie das Foyer betreten hatten – und nun wie ein frisches Liebespärchen vor dem Ticketschalter standen –, sagte er: »Ben Sauermann.« Er zeigte mit einer flüchtigen Handbewegung auf seine Begleitung. »Laura Kissinger hat für heute Abend ein paar Freikarten reservieren lassen.«
     »Guten Abend«, begann das brünette Mädel hinter der Glasscheibe und drückte auf einen eckigen Knopf, als säße sie in einer Bank und betätige den Alarm. »Warten Sie bitte noch einen Moment am Rand, ja? Die Kinoleitung kommt gleich zu ihnen.« Daraufhin wechselte sie zügig ihren Blick und kümmerte sich nicht weiter um sie: »Der Nächste, bitte!«
     Ben trat mit Laura zur Seite und ließ ein älteres Paar vor. »Sehr freundlich!«, grunzte Ben leise vor sich hin. »Wenn wir das Projekt nicht durchgezogen hätten, säße die bestimmt jetzt nicht hier, um bunte Geldscheine einzusortieren.«
     »Lass’ es gut sein, Schatz«, besänftigte sie ihn. »Es lohnt nicht, sich darüber aufzuregen. Dafür ist dieser besondere Abend einfach zu kostbar. Schluck’s einfach runter.«
     Eigentlich war doch jeder Tag wie ein göttliches Geschenk, wie Ben seit den wahrgewordenen Albträumen am eigenen Leib zu spüren bekommen hatte. Lauras Art führte schon zu einer inneren Ruhe – gewiss –, doch bei jeder verschissenen Kleinigkeit klein bei zu geben, war auch nicht das Gelbe vom Ei. Demut hin oder her: Wenn jeder Mensch auf diesem Planet so denken würde, drehe sich doch kein einziges Rädchen im bereits verkorksten Getriebe. Wenn ich nicht den Mund aufmache, betrüge ich mich selbst. Sag’ ich etwas, kommt’s zur Auseinandersetzung. Ein Problem, welches sich in unserer Gesellschaft tagtäglich abspielte – und mit welchem Ben ständig konfrontiert wurde. Seine Berufung als Buchautor führte ihn zu solchen Themen, mit denen er sich beschäftigen musste. Manchmal dachte er, dass er nicht nur ein Leben lenkte, sondern eine ganze Armada. Einerseits machte es Spaß, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen und sich in prekäre Situationen und Konflikte hineinzuversetzen … andererseits wirbelte er damit aber auch viel Staub auf. Was dem einen gefiel, passte wiederum dem anderen nicht. Das waren die Spielregeln.
     Bestimmt hasst die Ticketdame ihren Job – und gönnt fremden Menschen den Erfolg nicht, nur weil ihre Angst und ihre Verpflichtungen sie vor großen Taten abhalten, die sie stattdessen lieber gerne machen würde.
     Ben hatte längst erkannt, dass jeder Mensch eine besondere Begabung in sich trägt. Die meisten wussten jedoch nichts von ihrem Glück, weil sie sich lieber mit anderen Dingen beschäftigten. Vielleicht schaffte es ja sein Film, dass die breite Masse endlich erwachte, um hinter die Kulissen zu blicken.
     »Da kommt jemand!«, rief Laura plötzlich und brachte Ben gedanklich zurück ins Kino. Für einen Augenblick war er woanders gewesen. Sie ging auf einen Herren mittlerem Alters in grauem Anzug zu und reichte ihm die Hand. Dann liefen beide zu Ben, der weiter an der linken Wandseite stand und die Menschen um sich herum blind und automatisiert beobachtete: Komisch, dass mich bisher noch niemand erkannt hat …
     »Darf ich vorstellen?«, sagte Laura erfreut. »Ben Sauermann. Bestimmt haben Sie schon von ihm gehört.«
     »Wer hat noch nicht vom berühmtesten Autor in Sachsen-Anhalt gehört?«, fragte er im Gegenzug und reichte Ben die Hand. Für ihn klangen seine Worte mehr als übertrieben.
     Wenn ich der berühmteste Autor Sachsen-Anhalts bin, dachte er sich, warum tun dann die Leute so, als würden sie mich nicht kennen?
     Darauf antwortete seine Stimme: Ganz einfach, mein lieber Ben: Weil sie zu sehr mit ihren Alltagsproblemen beschäftigt sind. Ihre Wahrnehmung wird dermaßen gefiltert, als schicke man den morgendlichen Kaffee durch hunderte von Filtertüten hindurch, anstatt durch eine.
     Mit dieser Vorstellung erreichte die sonst gehässige Stimme bei ihm volle Punktzahl. Nicht nur, weil es einfach zutraf. Er konnte jetzt tatsächlich einen starken Kaffee gebrauchen.
     Laura hatte sich mit dem Schlipsträger unterhalten, doch Ben hatte von dem zweiminütigen Gespräch kaum etwas mitbekommen. Stück für Stück wurde ihre Stimme lauter, als drehe jemand ihre innere Lautstärke hoch: »… aber sicherlich werden Sie es wohl ebenfalls kaum erwarten können.«
     Daraufhin lachte der Mann und klopfte ihr auf die Schulter: »Sie haben es erraten, junge Dame. Wir finden es hochachtungsvoll, dass unser Kino die Premiere ausstrahlen darf. Unsere Konkurrenz wird nach diesem Abend wohl einpacken müssen. So viele Kinokarten waren bislang äußerst selten gleich im Voraus reserviert, um ganz ehrlich zu sein.«
     So eine Unverschämtheit!, dachte Ben sich nur und wurde stinksauer. Erst berührt er Laura, als hätten sie ein heimliches Date miteinander … und dann macht der Typ auch noch das Kino in der Nähe des Hauptbahnhofes dumm – ja, brüstet sich sogar mit meinem Film und pinnt sich eine goldene Anstecknadel an sein billiges Jackett.
     »Wir sollten jetzt nach oben gehen«, unterbrach Ben die beiden. Der Herr verabschiedete sich, wünschte ihnen einen unterhaltsamen Abend und lief zurück. Als er außer Sichtweite war, sagte er: »Aufdringlicher ging’s wohl nicht, was?«
     »Wieso? Ich fand ihn ganz nett.«
     »Wenn Filmemacher wie wir seine Taschen füllen, muss er uns ja nett finden. Immerhin sind wir seine Einnahmequelle.«
     »Du kannst nicht jeden Anzugträger gleich verurteilen, nur weil du einmal schlechte Erfahrungen gemacht hast.«
     »Das nicht«, meinte Ben erpicht, »doch Vorsicht ist oberstes Gebot in dieser Branche. Und das hab’ ich dir …«
     »… schon tausendmal erzählt«, beendete sie genervt seine Rede. »Aber wenn du das immer wieder hervorkramst, wirst du deine inneren Probleme niemals los, Ben. Da hilft auch unser Film nicht! Er schafft höchstens nur neue Probleme.«
     Autsch! Der hatte gesessen. Weil es mal wieder die verdammte Wahrheit war, die er nur schlecht verdauen konnte. Laura war nicht nur seine treue Begleitung und Weggefährtin, sondern sie spiegelte auch seine inneren Schwächen wider, wie es einst Lisa getan hatte, als er und seine Tante Susanne mit ihr in Halle-Neustadt immer unterwegs gewesen waren.
     »Können wir jetzt?«, wich Ben eher ungeschickt aus. »Wenn wir noch länger rumstehen, verpassen wir den Film.«
     Das war natürlich Quatsch. Sie hatten noch üppig Zeit. Laura folgte ihm und betrat die Rolltreppe hinter den Kassen. Ohne ein Wort zu sagen, fuhren sie ins Obergeschoss. Bevor sie das Foyer erreichten, hörten sie bereits lautes Getöse und Gekreische von ein paar Teenagern, die sich gegenseitig aufzogen. Laura und Ben bogen nach rechts ab und bemerkten eine weitere, lose Jugendgruppe, die linker Hand an der Popcorn-Ausgabe anstand. Ben warf im Vorbeigehen einen flüchtigen Blick auf die beleuchteten Werbetafeln mit gelbem Hintergrund, die ihre Super-Spar-Angebote präsentierten:
     Schlappe zehn Euro wollen die für eine mittlere Tüte samt Coke?, dachte er sich. Die müssen nicht mehr alle Latten am Zaun haben.
     »Wollen wir uns ein Menü teilen?«, fragte Laura.
     »Nee – lass’ mal«, antwortete er emotionslos. Nicht, dass Ben geizig war: Aber für simples Popcorn plus Getränk das Achtfache hinzublättern, passte einfach nicht zu seiner Lebensmoral, sparsam mit wertvollen Ressourcen umzugehen.
     »Auch nicht zur Feier des Tages?«, versuchte es Laura weiter. »Einmal können wir uns das doch mal gönnen …«

MARCO IMM | Popcorn

     »Wenn du dir unbedingt eine Portion holen möchtest, gebe ich dir einen Zehner. Ich werde mir jedenfalls nichts holen. Wir drehen doch keinen günstigen Film, um an einer anderen Stelle Leute überzubezahlen. Das Geld spende ich höchstens den Menschen da draußen, die es viel dringender brauchen.«
     Laura wirkte in sich gekehrt und senkte den Blick. Dann: »Wenn das so ist, werde ich auch verzichten. Außerdem haben wir zu Hause noch drei Chipstüten herumliegen.«
     Ben hatte ihr in den gemeinsamen Jahren eine Menge beigebracht, wie man auch mit geringen, finanziellen Mitteln gut über die Runden kommen konnte. Wenn du etwas nicht dringend benötigst, schlaf’ zwei Nächte drüber. In siebzig Prozent der Fälle entscheidest du dich anders, hatte er ihr eines Tages gesagt, als Laura sich Sorgen um ihre Existenz machte. Die Selbstständigkeit erforderte in den ersten Jahren ihren knallharten Tribut und mitunter eine Durststrecke, die es zu überwinden galt. Auch wenn derzeit alles glatt lief, so konnte sich das Blatt auch ganz schnell wenden und die marode Rückseite präsentieren. Es war sogar egal, ob man Angestellter war, als Selbstständiger seine Kunden glücklich machte oder als Millionär das Leben unter Palmen verbrachte: Hatte man seine Ausgaben nicht im Griff, sanken die finanziellen Kapazitäten wie der Wasserstand eines Gartenteiches bei einer Leckage. Die meisten Menschen in Bens Umkreis hatten nicht kapiert, dass es nicht um eine Einnahmenerhöhung, sondern um eine Ausgabenreduzierung ging, wenn man glücklich und frei sein wollte. Loslassen – mehr nicht. Er verglich dies mit der kürzlich erschienenen Abo-Falle der vielen Apps, die einen wie fremde Wesen von allen Seiten besuchten und diesen Planeten mittlerweile belagerten, als gäbe es nichts anderes: Ich kann die Leute nicht verstehen, die ihr ganzes Geld den Firmen hinterherschmeißen, hatte er gesagt. Haben die überhaupt ihre Finanzen im Blick?
     Daraufhin hatte sie gemeint, dass ihre Freundin fünfzig Euro im Monat dafür ausgeben würde. Laura konnte selber nicht glauben, wie man so blind durch die Welt marschierte.
     Kurioserweise träumen die Leute immer vom Reichtum, fügte er vor Kurzem hinzu. Hätten sie ihn, würden sie das Geld für Sinnlosigkeiten herausschleudern. Wenn man nicht lernt, mit dem Wenigen klarzukommen, schafft man es erst recht nicht mit größeren Dingen.
     Als Laura noch einmal ihren Blick zur Werbetafel lenkte, die über der Bedienung angebracht war, musste sie an diese entscheidenden Sätze von Ben zurückdenken, die nun selber vor ihr aufflackerten. Es lag in ihrer Hand, sodass sie einwarf: »Wie in unserer Ausbildung, Ben. Wenn ich an den ehemaligen Betrieb zurückdenke, hab’ ich immer die vielen Lehrlinge vor Augen, die die halbe Kantine leerfutterten. Die meisten konnten sich nicht beherrschen, ihre Mägen zu straffen.«
     »Gott sei Dank ist diese Zeit vorüber«, räumte er ein und ging zu einem Stehtisch herüber. Während Laura ihm wieder folgte, zog sie aus ihrer Handtasche ihr Handy hervor: »Hat dir schon jemand geschrieben?« Sie hatte ihren Blick geändert.
     Ben griff in seine linke Hosentasche, holte sein iPhone heraus und erweckte es zum Leben: »Nein, nichts! Und wir haben nur noch eine halbe Stunde. Sie könnten uns ja wenigstens mal schreiben, wenn sie sich schon verspäten müssen.«
     »Hauptsache, es ist nichts dazwischengekommen …«
     »Was soll schon dazwischengekommen sein? Auch wenn Basti sonst immer pünktlich ist – meistens jedenfalls –, wird es eine Erklärung geben. Bei meiner Tante ist das normal.«
     »Hat sie immer noch so viel um die Ohren?«

MARCO IMM | Papierspender

     Er blickte nach unten und zog eine Serviette aus einer glänzenden Metallspenderbox, die in der Mitte des Rundtisches zwischen ihnen platziert war: »Meiner Meinung nach ist es sogar schlimmer geworden. Sie hat so viel Last auf sich genommen, dass ihr Leben nicht grad’ einfach verläuft.«
     »Mir kam Susanne schon damals im Wald sehr angeschlagen vor, nachdem wir beschlossen hatten, nach Basti zu suchen. Und ich glaub’ nicht, dass es daran lag, weil wir die Filmaufnahmen unterbrechen mussten. Ihr lag was viel Belastenderes auf der Seele. Auf jeden Fall innere Probleme.«
     »Das hast du sofort bemerkt?«, fragte er verwundert und sah zu ihr auf. »Du kanntest sie bisher doch nur flüchtig …«
     »Als wir später nach dir suchten, hatten wir uns ein wenig unterhalten – über die mysteriösen Vorfälle und die ganzen Verstrickungen. Sie meinte, dass es irgendein Kraftfeld gäbe, welches sie mit Lisa öffnen wollte. Ich krieg’s aber nicht mehr zusammen. Das Wort, was sie gebrauchte, ist wie weg.«
     »Hättest du nicht so lange gewartet und es mir gleich erzählt. Erinnerungen verblassen mit der Zeit … Laura! Wenn es um solche Themen geht, ist es verdammt nochmal wichtig, mir sofort Bescheid zu sagen – und nicht Monate danach.«
     »Schatz! Es gab’ viel wichtigere Dinge – schon vergessen? Als du verschwunden warst – und wir nach dir suchten –, schwirrte mir alles Mögliche durch den Kopf, was mit dir geschehen sein könnte. Danach wollte ich mit dir im Anschluss sofort darüber reden, doch andauernd kam was dazwischen.«
     »Weil das Filmprojekt nun mal Vorrang hatte«, lenkte er ein. »Wie du weißt, standen wir ziemlich unter Zeitdruck.«
     »Susanne hatte jedenfalls etwas Entscheidendes mir versucht mitzuteilen. Und wenn mich nicht alles täuscht, fühlte es sich sogar wichtiger an, als die vielen Filmaufnahmen.«
     Wieder so ein harter Brocken, den er schlucken musste. Konnte es wirklich sein, dass er das Wesentliche vor lauter Ehrgeiz glatt übersehen hatte? Laura hat häufig das Gespräch zwischen den Takes mit mir gesucht, wenn eine Pause anstand, fiel ihm sofort wieder ein. Warum hab’ ich Trottel dauernd den Film vorgeschoben? Und warum spricht sie ausgerechnet jetzt dies an?
     »Ich muss noch schnell aufs Klo«, warf er daraufhin ein und ließ Laura am Stehtisch zurück. Innerhalb von wenigen Sekunden war er aus ihrem Sichtfeld verschwunden.
     Vielmehr hab’ ich noch was zu erledigen, dachte er im Stillen.


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Zum Schutz der betroffenen Personen wurden die Namen geändert, sowie diese zur besseren Veranschaulichung in abgewandelter Form illustriert.

Hier geht's zum Presseartikel vom März 2021 - Spuren vergangener Zeiten


Wie alles begann ...

MARCO IMM | Helfta Waldweg von Helfta im November 2015

"Eigentlich sollte es doch nur eine ganz normale Pilzsuche werden", schildert Marco Imm, der am 11. Oktober 1997 zusammen mit seiner Familie auf ein unfassbares Ereignis stieß. Noch heute beschäftigt ihn das Thema so sehr, dass er sich über die damaligen Geschehnisse jeden Tag dieselben Fragen stellt: "Warum wir? Was wär' passiert, wenn ich mit meiner Tante das mysteriöse Objekt erreicht hätte? Würde ich heute überhaupt noch hier sitzen, und über diese Dinge Stück für Stück berichten können? Ich denke: Mit Sicherheit nicht ..." Während er in sich geht, sieht er auf eine Aufnahme aus dem Jahr 2015 (Abb. rechts) und zeigt auf die Mitte des Fotos: "Auch wenn der Weg heute ganz anders aussieht: An exakt dieser Stelle ist es damals passiert."

Zurück zum Anfang:

Marco Imm ist gerade acht Jahre alt und freut sich darauf, zusammen mit seiner Familie in die Pilze nach Helfta (b. Lutherstadt Eisleben) zu fahren. Während Marco und seine Eltern zu diesem Zeitpunkt noch in Gräfenhainichen beheimatet sind - einer Kleinstadt nahe FERROPOLIS in der Dübener Heide -, wohnen Marcos Tante Susanne, seine Oma Helga sowie ihr damaliger Lebensgefährte Gerhard in Halle (Saale). Sie treffen sich zunächst in der Haflingerstraße in Halle-Neustadt, um von dort aus über die B80 ins Waldstück zu gelangen. Schon während der Autofahrt hat Marco - neben Susanne auf der Rücksitzbank - ein ungutes Gefühl, welches er in seinen jungen Jahren noch nicht in Worte fassen kann. Der Druck in seinem Inneren verrät, dass bald irgendetwas Unheimliches geschehen wird.



Nachdem sie den Wald erreicht, und nach einer Weile eine Vielzahl an Pilzen gesammelt haben, endet plötzlich der Weg an einem Jägerstand. Dieser Ansitz sollte Marco noch lange im Gedächtnis bleiben - wie auch die nachfolgenden Minuten. Alle fünf beschließen - anstatt umzukehren und zurück zu ihren beiden Autos zu laufen -, einen schlängligen Pfad einzuschlagen, der weiter links durch knöchelhohes Gras führt. Als Gerhard anhält, um nach interessanten Pilzen in seinem Pilzbuch zu recherchieren, welche er am Wegesrand gesichtet hat, beschließen die anderen vier, schon mal weiterzulaufen: Gerhard solle nachkommen.
Marco, seine Mutter Monika, Helga sowie Susanne gelangen schließlich an eine Gabelung, die sich stark einer T-Kreuzung ähnelt. Sie beschließen, nach rechts abzubiegen, da auch linker Hand von ihnen der neue Waldweg im Gestrüpp endet. Letzterer ist breiter als der vorherige Pfad und weist zwei deutliche Fahrspuren auf, die ihnen merkwürdig vorkommen. In der Mitte wächst sattes Gras - ein ungewöhnlich grüner Wiesenstreifen, dass man einen Frühlingstag vermuten würde, und nicht die herbstliche Jahreszeit. Was sie in diesem Moment noch nicht ahnen, jedoch schon bald zu Gesicht bekommen und am eigenen Leib spüren werden: Alle vier sind aus der Zeit gefallen, als sie Gerhard vor wenigen Minuten zurückließen ...


  • MARCO IMM | Helfta
  • MARCO IMM | Feldweg
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  • MARCO IMM | Camping
  • MARCO IMM | Nachts im Wald
  • MARCO IMM | Waldhütte
  • MARCO IMM | Nicole Hennings


MARCO IMM | Polaroid Originales Polaroid-Foto (Rückseite)

"S-Seht ihr auch, was ich sehe?", sind die ersten Worte, die Marco von sich gibt. Um sie herum ist der Wald totenstill. Nicht mal ein Vogel ist zu hören. Er glaubt, dass er nur eine Fata Morgana sieht. Doch als seine Oma ihm zuerst antwortet, fallen alle Zweifel: "Da vorne steht ja eine Kutsche?!"
Zunächst denken die vier, dass jemand das Gefährt zufälligerweise dort abgestellt habe. Doch als auf einmal zwei Kinder aus der Kutsche springen und wie bei einer Zeremonie drum herumtanzen, glaubt Marco nicht mehr an einen Zufall: "Ein Junge und ein Mädchen - etwa in meinem damaligen Alter - trugen seltsame Kleidung", erinnert er sich. "Sie sahen wie zwei Kinder aus der TV-Serie Unsere kleine Farm aus. Das Besondere war allerdings, dass wir keine Pferde und auch keine Eltern sahen. Wir hörten nicht mal die Kinder oder einen Laut, obwohl sie doch so fröhlich drauf waren."

MARCO IMM | Karte von Helfta Das rote X markiert die Stelle im Wald von Helfta, an der Marco und seine Familie die mysteriöse Kutsche aus dem 17. Jahrhundert am 11. Oktober 1997 antrafen. [Quelle: Google Maps 2020 GeoBasis]

Marcos späteren Recherchen zufolge handelte es sich um eine Kutsche aus dem 17. Jahrhundert, was seine Mutter zum besagten Zeitpunkt im Wald richtig einschätzt. Voller Neugier wollen Marco und seine Tante zu den Kindern laufen, werden jedoch noch rechtzeitig von ihren beiden Müttern zurückgehalten: "Das war wohl unser Glück", ist sich Marco heute bewusst. "Wenn wir zur Kutsche gelaufen wären, würde ich heute bestimmt nicht hier sitzen. Ich glaub', wir hätten die zwei Kinder niemals erreicht, da sie eine Art Projektion gewesen waren." Doch er räumt sofort ein, um ein Missverständnis auszuschließen: "Aber eine Illusion war es definitiv nicht! Die Kutsche und auch die beiden Kinder waren echt - keine Einbildung, keine Halluzination, und auch kein Traum. Ich seh' sie heute noch vor mir, als sei das alles erst gestern passiert."


MARCO IMM | Kutsche aus dem 17. Jahrhundert vom 11.10.1997


Er liegt richtig, als er sich Jahre später erneut ans Recherchieren macht. Die Geschichte mit der geheimnisvollen Kutsche geht ihm nicht mehr aus dem Kopf - zumal diese allen fünf das Leben rettete, nachdem sie zu viert zu Gerhard zurückgelaufen waren, um ihn von den Pilzen wegzuziehen: "Heute wissen wir, dass es sich damals um Giftpilze gehandelt hat", meint Marco. Er pausiert kurz und erklärt dann: "Ich sehe noch den Lebensgefährten meiner Oma vor meinem geistigen Auge, wie er unsicher die Pilze am Rand des Pfades betrachtet. Für ihn schienen nur wenige Sekunden vergangen zu sein, während wir weg waren. Ein genaues Zeitgefühl haben wir vier heute nicht mehr. Keiner weiß, was in den paar Minuten mit uns und der Kutsche geschah. Aber eines ist Fakt: Wären wir vor Aufregung nicht zu viert zurückgelaufen, hätte er die Pilze garantiert in den Korb gelegt. Das wär' dann vermutlich das Ende für uns alle gewesen."
Als die vier mit ihm zurücklaufen, um ihm die Kutsche zu zeigen, ist diese spurlos verschwunden. Anscheinend soll Gerhard das Objekt und die Kinder nicht sehen. Ob es mit der Abstammung und den Vorfahren von Marco und seiner Familie zu tun hat, kann niemand bestätigen. "Wir haben damals nach Spuren gesucht", erzählt Marco. "Von der Kutsche war weit und breit nichts mehr zu sehen. Gerhard hielt uns für verrückt; und wir können es bis heute nicht wirklich begreifen, auch wenn ich darüber meinen Debütroman verfasst habe, um die Geschichte für mich selber zu verarbeiten. Jahrelang hielten wir die Story unter Verschluss, doch nächtliche Albträume plagten mich und brachten mich letztendlich dazu, mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich dachte mir, dass es bestimmt auch andere Menschen da draußen gibt, die von ähnlichen Fällen berichten können. Es ist so, dass man mit solchen Themen schnell gegen die Wand läuft und seine eigenen Sinne sowie seinen Verstand hinterfragt. Die meisten glauben nur das, was sie sehen - und das akzeptiere ich. Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, würde ich genauso denken."



Doch es kommt noch anders. Als Marco im Jahr 2015 mit seiner Familie erneut nach Helfta fährt, um die Geschichte von damals zu rekonstruieren und ein paar Fotos vom Waldweg aufzunehmen, stößt er am Abend während einer Internetsuche auf ein altes Dokument vom 22. Mai 1626. Was so brisant ist: In den Mansfelder Blättern des 14. Jahrgangs von 1900 wird von einem Raubüberfall am selben Ort während des Dreißigjährigen Krieges berichtet.

Darin steht, Zitat:

MARCO IMM | Mansfelder Blätter Originalauszug aus den Mansfelder Blättern des 14. Jahrgangs von 1900 [Quellen: Google 2020 & archive.org]

Gestern fuhren sie, "die jungen wehrlosen Kinder", zur Hochzeit des gräflichen Sekretärs Nicolaus Gruner nach Hettstädt, wurden dabei unterwegs auf ihrem eigenen Gebiet, Grund und Boden von einer Kompagnie sächsischer Reiter vorsätzlicherweise überfallen, geplündert, ihres Vaters Leibkutscher wurde mit drei Schüssen getötet, dem Fähndrich Schubert ein Diener erschossen und ein Junge vom Pferde geschlagen ... Sie haben das nicht verschuldet, zumal sie sich immer willig erzeigten und noch jetzt die Kompagnie des Rittmeisters von Weißbach und eine Kompagnie Fußvolk im Quartier haben ... Nach Aussage der Reiter ihrer Convoy waren die Täter von der zu Helbra, Bendorf und Helfta liegenden Kompagnie Cicogna. [...]

[Auszug aus den Mansfelder Blättern, 14. Jahrgang 1900, S. 113]

MARCO IMM | Mansfelder Blätter Übersicht der Mansfelder Blätter [Quelle: Google 2020]

Es handelt sich somit um einen der wenigen, bekannten Fälle einer Zeitreisen-Sichtung, die von vier Augenzeugen bestätigt sowie anhand von Unterlagen belegt werden kann. Private Videoaufnahmen in Helfta auf einer VHS-Kassette vom 18. Oktober 1997 - exakt eine Woche nach dem Ereignis -, die denselben Waldweg zeigen, existieren noch heute ...

Die Geschichte mit der unheimlichen Begegnung im Wald war für Marco jedoch erst der Anfang weiterer mysteriöser Ereignisse, über die er in seinen Werken berichtet.

MARCO IMM | Verschwunden im Wald

Marco Imm nimmt Sie mit auf eine spannende Reise des Unfassbaren. Mit seinem authentischen und unverwechselbaren Schreibstil sprengt er die langersehnten Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion und enthüllt erstmals nachvollziehbare Fakten in Form einer Geschichte, die Sie nie für möglich gehalten hätten.

Er schreibt keine Sachbücher darüber, sondern produziert Thriller nach wahren Begebenheiten, die Sie packen und schockieren werden.

Lassen Sie sich von ihm ins paranormale Geschehen ziehen!


  • Wo kommen wir, unsere Gedanken und unsere Einfälle wirklich her?
  • Was ist der wahre Sinn des Lebens - jenseits zwischen Raum und Zeit?
  • Haben wir einen Seelenplan, der über unserem freien Willen existiert?
  • Welche Rolle spielen unsere Träume - neben dem Wirbel des Alltagsgeschehens?
  • Können wir unsere Zeitlinie innerhalb der Matrix ändern, in der wir uns befinden?


Die Mystery-Reihe von Marco Imm über paranormale Dinge nach wahren Begebenheiten auf spiritueller Ebene

MARCO IMM | Spiegel der Vergangenheit Rückblick in den Spiegel der eigenen Vergangenheit

Das sind (teils philosophische und hypothetische) Fragen, die Marco Tag für Tag beschäftigen. Auf der Suche nach entscheidenden Antworten bezüglich unserer aktuellen Zeitachse, in der wir uns gerade aufhalten, begleitet er Sie - dank seiner Erfahrungen und Erkenntnisse - immer tiefer ins Unterbewusstsein Ihres wahren Kerns. Er offenbart Ihnen die größten Geheimnisse Ihrer eigenen Intuition, und führt Sie beim Lesen seiner Bücher automatisch zum Thema der Persönlichkeitsentwicklung, ohne dass Sie dazu Fachwissen oder spezielle Vorkenntnisse benötigen.
Im Gegenteil: Sie brauchen nur Ihre Fantasie und ein kleines bisschen Mut für neue, faszinierende und alles übergreifende Betrachtungsweisen.



BAND 1: VERSCHWUNDEN IM WALD
Das Grauen versteckt sich hinter Bäumen

Was passiert, wenn Deine Vergangenheit Dich einholt?

Inmitten einer Pilzsuche im Oktober 1997 stößt der achtjährige Ben zusammen mit seiner Familie auf eine mysteriöse Kutsche, welche anscheinend ein kleines Geheimnis mit sich trägt.
Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass die Familie aufgrund dieses Ereignisses vor einer schweren Pilzvergiftung bewahrt wurde. Jahrelang versucht Ben, darauf eine passende Antwort zu finden. Doch niemand glaubt dem Jungen die unfassbare Geschichte.

Etwa zehn Jahre später wird die Leiche eines jungen Mädchens von einem unbekannten Zeugen entdeckt, welches bereits zweieinhalb Wochen vermisst wird; ausgerechnet in dem gleichen Waldstück bei Helfta, in welchem Ben die historische Kutsche aus dem 17. Jahrhundert damals vorfand. Doch als die Polizei eintrifft und der Zeugenaussage nachgeht, führt die Spur lediglich ins Leere.

Während Bens Freunde ihn im Februar 2008 mit einem verlängerten Zeltwochenende überraschen wollen und zufälligerweise ihre letzten Winterferien im besagten Wald verbringen, ahnen sie noch nicht, dass sie bereits im Fokus eines Wahnsinnigen stehen, welcher vor nichts und niemandem Halt macht.

Wenn ein Ausflug zur tödlichen Falle wird ...

Basierend auf wahren Ereignissen!

LESEPROBE



MARCO IMM | Susanne Schmitz

BAND 1 DER ZEITREISEN-REIHE [LESEPROBE]

Verschwunden im Wald
Das Grauen versteckt sich hinter Bäumen
Autor: Marco Imm
Herausgeberin: Jeannette Goerlitz
Thriller
Debütroman (Band 1) | 504 Seiten
Verlag: BoD - Books on Demand
Erscheinungsdatum: 24.10.2019 (1. Auflage)
Sprache: Deutsch | Farbe: Nein
ISBN: 978-3-750-40929-3 (gebundene Hardcover-Ausgabe mit Leseband und Schutzumschlag)
ISBN: 978-3-752-88055-7 (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-750-47260-0 (eBook)


MARCO IMM | Reißverschluss

Zum vorliegenden Band:

Verschwunden im Wald basiert auf wahren Ereignissen und lüftet das Geheimnis über Zeitreisen. Zum Schutz der betroffenen Personen wurden die Namen geändert.

Tauchen Sie mit Marco Imms Debütroman in die Welt des Unfassbaren ein - und erkunden Sie mithilfe seines Werkes das Thema der Angstbewältigung.




BAND 2: SPUREN VERGANGENER ZEITEN
Es gibt kein Entkommen

Kannst Du Deinen Erinnerungen trauen?

Um ihre Familienprobleme in den Griff zu bekommen, beschließt die zehnjährige Lisa, in den Sommerferien 1994 mit der Vergangenheit endgültig abzuschließen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen möchte sie den plötzlichen Tod eines jungen Mädchens rekonstruieren, das aus einer psychiatrischen Anstalt floh und von einem Güterzug erfasst wurde. Dank ihres Tagebuchs erfährt sie, dass ihre Schuldgefühle für die Entstehung einer mysteriösen Zeitlinie verantwortlich sind, welche ins Rollen gebracht wurde.

Während die Medien über Ben Sauermanns erfolgreichen Debütroman berichten, versucht ein ehemaliger Mitschüler, sich im Herbst 2014 die Filmrechte unter den Nagel zu reißen. Ihm gelang bereits die Inbesitznahme einer manipulierten Achterbahn, die aufgrund einer unfassbaren Verkettung im direkten Zusammenhang mit Bens Drehbuch steht.

Noch ahnt niemand, dass er mit seiner perfiden Verfilmung eine bombastische Show plant, die auch Lisas Schicksal für immer verändern wird.

Die große Fortsetzung von "Verschwunden im Wald" ...

Wer wird am Ende überleben?

LESEPROBE



MARCO IMM | Mirko Jacobi

BAND 2 DER ZEITREISEN-REIHE [LESEPROBE]

Spuren vergangener Zeiten
Es gibt kein Entkommen
Autor: Marco Imm
Herausgeberin: Jeannette Goerlitz
Thriller
Fortsetzungsroman (Band 2) | 504 Seiten
Verlag: BoD - Books on Demand
Erscheinungsdatum: 27.01.2021 (1. Auflage)
Sprache: Deutsch | Farbe: Nein
ISBN: 978-3-752-68532-9 (gebundene Hardcover-Ausgabe mit Leseband und Schutzumschlag)
ISBN: 978-3-754-30918-6 (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-753-43041-6 (eBook)


MARCO IMM | Geländer

Zum vorliegenden Band:

Spuren vergangener Zeiten setzt sich mit Verstrickungen von Zeitlinien auseinander und weist eine enthüllende Handlung auf. Vereinzelte Abschnitte basieren auf wahren Ereignissen. Zum Schutz der betroffenen Personen wurden die Namen geändert.

Tauchen Sie mit Marco Imms Fortsetzungsroman in die Welt des Unfassbaren ein - und erkunden Sie mithilfe seines Werkes das Thema der Selbstfindung.

"Verschwunden im Wald" kommt in die Kinos ...

Bereit, um Spuren vergangener Zeiten aufzudecken?


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Verschwunden im Wald (Band 1) basiert auf wahren Ereignissen und lüftet das Geheimnis über Zeitreisen, während sich Spuren vergangener Zeiten (Band 2) mit Verstrickungen von Zeitlinien auseinandersetzt und eine enthüllende Handlung aufweist, die Sie begeistern wird. Beide Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.
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MARCO IMM | Signierte Bücher


Für die Herausgabe aller Werke des Autors Marco Imm ist allein die Firma Marco Imm und Jeannette Goerlitz GbR - unter der Marketing-Leitung von Jeannette Goerlitz - zuständig. Alle Video-Produktionen werden mit freundlicher Unterstützung von MaJa-TV (YouTube) präsentiert. Der Bücherdruck und Versand erfolgt durch den BoD Books on Demand Verlag, Norderstedt. Sie haben die Möglichkeit, die erschienenen Werke sowohl online in den Buchshops, direkt über den regulären Buchhandel oder per E-Mail zu erwerben.





#Brief | BRIEFSEELSORGE by Marco Imm

Briefseelsorge - Die andere Art von Schreiben
MaJa-TV | Marco Imm

Am 23. Januar 2022 - dem Tag der Handschrift - entstand die Idee, meine persönliche Handschrift als Schriftsteller mit anderen Menschen zu teilen. Dabei flossen jüngste Ereignisse ins Projekt mit ein, die mich dazu bewegten, meine Erfahrungen zu Zeiten der Corona-Pandemie in die Welt zu senden.

Hintergrund-Story - Mein Weg

Im Jahr 2021 erhielt ich so viel Leserpost bezüglich meiner Romane, die mich im Herzen berührten und oft zum Nachdenken anregten. Geschichten, die mein Inneres öffneten und sogar bis in meine Träume drangen, um mit neuen Erkenntnissen mein Autorenleben zu bereichern. Mitunter waren so herzzerreißende Texte dabei, dass ich mir als Seelentröster bzw. Botschafter immer mehr die Frage stellte, ob ich nicht lieber das Beste aus der aktuellen Zeit herausholen sollte, anstatt meine Bücher nur mit einem Bruchteil an Leser:innen zu teilen. Bisher konnte ich meine Signaturen nur mit den Menschen teilen, die meine Bücher mit Widmung direkt von mir bezogen. Der Gedanke daran war absolut nicht stimmig. Es musste einen anderen Weg geben, der meine wahre Berufung verständlicher zum Ausdruck bringt. Für mich sollten vor allem Hilfsbedürftige auf meine spirituellen Erfahrungen zurückgreifen, die sich eben nun mal keine Bücher finanziell leisten können - oder bei denen der Platz aus Wohnungsgründen partout nicht ausreicht.


MaJa-TV | Marco Imm

"Wie wäre es, wenn ich den Menschen, die sich in scheinbar auswegloser Not befinden, konkrete Lösungsansätze aufzeige, anstatt nur allgemein drum herumzuschreiben?"

So pflanzte ich dieses eine Samenkörnchen und erstellte in nur wenigen, überschaubaren Tagen darauf jenen Blog, welchen Sie gerade aufgerufen haben. Jeder, der sich in einer persönlichen Lebenskrise befindet, sollte von mir die Chance bekommen, Vergangenes hinter sich zu lassen, um voranzukommen - anstatt mit umherkreisenden Gedanken stehenzubleiben. Ob jung oder alt, arm oder reich: Wichtig war - als meine Idee so langsam Fahrt aufnahm -, dass ich Menschen mit lieben Worten glücklich mache - und zwar abseits jeglicher, digitaler Form, die ich irgendwie unpersönlich finde. Bei der Konzept-Erstellung legte ich somit in einem Punkt besonderen Wert: Es musste handschriftlich sein - fern von sozialen Netzwerken & Co. Authentisch. Einfach echt!

Schreibhandwerk - Tradition kehrt zurück

Haben wir nicht als Kinder unseren Wunschzettel erstellt, indem wir zu Stift und Notizblock griffen? Wie groß war dabei die Freude, wenn wir das Gefühl in uns trugen, nach langer Überlegung alles zu Papier gebracht zu haben, was uns der liebe Weihnachtsmann oder das wunderschöne Christkind am Heiligabend unter den geschmückten und funkelnden Tannenbaum mit all den Kerzen legen möge ... Wir fühlten uns wie im Märchen, und alles (ver)ging spielerisch. Vor allem aber ließen wir uns immer viel Zeit, weil für uns Kinder die Zeit bedeutungslos war.

"Schreiben mit der Hand verbindet Menschen und befreit die eigene Seele ... Gern' gebe ich Ihnen hilfreiche Botschaften mit auf Ihren Lebensweg."

MaJa-TV | Marco Imm

Genau dieses Gefühl möchte ich in Ihnen wieder hervorrufen. Teilen Sie mir einfach Ihre Wünsche mit, die Ihnen von Herzen wichtig sind. Zwar werde ich Ihnen nicht jeden Wunsch erfüllen bzw. jedes Problem aus der Welt schaffen können - doch allein schon das Notieren und Absenden Ihres handgeschriebenen Briefes wird ein Wunder in Ihrem Herzen erzeugen, selbst wenn Sie nicht mehr an Wunder glauben sollten. Auch wenn das Schreiben mit der Hand im Informationszeitalter aus der Mode gekommen zu sein scheint: Gedruckte Buchstaben und Wörter - ob mit Schreibmaschine, PC, Handy oder Tablet - haben längst nicht die Kraft und den mitreißenden Schwung, wie es die nicht zu ersetzende, eigene Handschrift mit ganz persönlicher Note vermag. Wie lange haben wir in der Schule gebraucht und daheim auf unserem Hosenboden gesessen, nur um zu lernen, anständig, leserlich und vor allem sauber zu schreiben? Viele Menschen greifen heutzutage nur noch zum Stift, wenn ein Formular auszufüllen oder eine Unterschrift vonnöten ist. Ja, viele sind sogar schon genervt, wenn eine schnelle Notiz ansteht ... Würden unsere Hände kommunizieren können, wüssten wir genau, wie bedrückt sie eigentlich darüber sind. Ist es nicht faszinierend, dass nur der Mensch diese Begabung in sich trägt, seine Gefühle in Wort und Schrift mit der Welt zu teilen?


MaJa-TV | Marco Imm


Lesergedanken & -anregungen - Austausch auf Herzensebene

MaJa-TV | Marco Imm

Brieffreundschaften halten Jahre - ja, Jahrzehnte - und haben Bestand, während eine SMS, ein Newsletter oder ein Posting innerhalb von wenigen Sekunden wie ein welkes Blatt davongeflogen, und somit in traurige Vergessenheit geraten ist. Handgeschriebene Buchstaben, woraus wie durch Magie ganze Wörter, Sätze und spannende Geschichten entstehen, halten ewig - oft sogar über den Tod hinaus. Sie benötigen keine Batterien oder den kostbaren Strom aus der Steckdose ... sie sind internetunabhängig - Und: Sie öffnen unser Herz. Bereiten Sie sich selber eine Freude und beschenken Sie sich einmal ganz anders. Ich gebe Ihnen im Austausch die Hoffnung - den wahren Zauber - mit auf Ihren Lebensweg! Alles was Sie brauchen, sind Papier, Stift, Briefumschlag und eine Briefmarke fürs Porto.

Marco Imm


VERSTEHEN • LOSLASSEN • HEILEN

"Worte zum Anfassen, die im Herzen berühren."

Ihr persönlicher Kontakt zum Seelenfrieden



#Blog & #Tipps | EIN BLOG-ARTIKEL FINDET ANTWORTEN

Schreibgeräte - Technologie oder Retro?

13.02.2022

Wer mit dem Gedanken spielt, Schriftsteller zu werden, wird sich eines Tages die Frage stellen, welches Gerät das richtige für einen ist. Soviel vorweg: Das beste Handwerkzeug konnte ich bis zum vorliegenden Bericht noch nicht finden. Wer mich von früheren Fachzeitschriften kennt, der weiß, dass ich mich mit einer blanken Hinnahme niemals zufriedenstellen lasse. Diesbezüglich wollte ich es genau wissen, und testete - vollkommen unabhängig - verschiedene Geräte und Handwerkzeuge, die der Markt zu bieten hat. Legen wir los!


MaJa-TV | Marco Imm


1. Laptop - Das meistbenutzte Gerät

MaJa-TV | Laptop AMILO D 8800 von Fujitsu Siemens: Von Hand gefertigt und in Deutschland mit bestem Service rundum versorgt, gehörten diese Geräte zur Oberliga in Sachen Technologie und Fortschritt. Alles ist in Modulbauweise hergestellt, und defekte Baugruppen sind leicht auszuwechseln

Vor einigen Jahren zählten Leute zu einer kleinen Nischengruppe, wenn sie mit ihrem Laptop auf dem Schoß ihren Roman oder Artikel niederschrieben. Allenfalls Geschäftsleuten war es vorbehalten, unterwegs mit IBM-Notebooks ihrer Arbeit nachzugehen. Maximale Flexibilität im ICE bot auf einmal neue Möglichkeiten, sich auf Meetings und Kundentermine entspannt vorzubereiten, ohne genervt im Stau zu stehen, oder das Fahrzeug während der spannenden Parkplatzsuche durch enge Straßen und Gassen zu quälen. "Zeit ist Geld" stand schon damals auf dem Fahrplan - und viele Pendler nutzten die lukrativen und mit Hochgeschwindigkeit verlockenden Angebote der Bahn. Nicht, dass jemand im Zug kontrolliert wurde, ob er sein Gerät privat oder geschäftlich nutzt: Eine andere Gruppe an Menschen hätte sich solch' eine Investition vom Munde absparen müssen. Selbst Lehrer:innen warteten lieber auf sinkende Preise und nutzten stattdessen preiswertere Alternativen. Bestimmt erinnern sich einige Leser:innen noch an die dick-zugeklappten Schwergewichte mit Diskettenlaufwerk und unverkennbaren Tastaturgeräuschen.

Bis zum Ende der Neunziger waren die tragbaren PCs nicht nur teuer, sondern auch schwer wie Blei. Hinzu kam eine gut gepolsterte Tasche, die nicht nur das Endgewicht des guten Stücks, sondern auch die Abmessungen massiv in die Höhe schnellen ließ. Erst, als die Jahrtausendwende ein neues, technologisches Zeitalter einläutete, wurden die Geräte schlanker, kleiner und vor allem leichter. Immer leistungsfähigere Mikrochips, dazu wachsende Speichergrößen machten es erst möglich. Doch es sollten noch zwei Jahre vergehen, bis sich auch der Ottonormalverbraucher bzw. -verdiener zu Euro-Preisen ein modernes Notebook sein Eigen nennen durfte. Schlappe 3.000,00 Euro waren bis Ende 2002 keine Seltenheit für ein 15 Zoll Gerät der Marke Fujitsu Siemens.

Während meine Mitschüler:innen die schnelllebige Handy-Entwicklung verfolgten, interessierten mich Notebooks der letztgenannten Marke. Ein SONY VAIO Notebook hätten meine Eltern nicht erlaubt. 2.000,00 Euro war das Höchste der Gefühle. Und so kam es, dass ich durch einen Abverkauf am 01. Oktober 2002 an einen AMILO D 8800 herankam, der - man wird es nicht glauben - über 30% reduziert war, weil es sich um ein Auslaufmodell handelte. Ein Auslaufmodell, das mich seit fast 20 Jahren Nutzung noch nie im Stich gelassen hat, was meine Arbeit als Autor angeht.

Neben der Zuverlässigkeit, was Tastatur, Temperatur und Festplatte betrifft, zählt der AMILO für mich zum unkompliziertesten Schreibwerkzeug im heimischen Büro: Der Akku ist austauschbar (ein Ersatz-Akku ist heute noch erhältlich und kostet keine 40,00 Euro), das Gerät besitzt ein Diskettenlaufwerk für alte Dokumente, installiert ist Microsoft Office 2003 - ohne jährliche Abo-Verlängerungstour. Schade finde ich, dass das Display am rechten Bildschirmrand etwas durchleuchtet, sprich in die Jahre gekommen ist. Dies beeinflusst das Schreiben keineswegs.

Um der Ergonomie gerecht zu werden, habe ich eine externe Tastatur von Fujitsu Siemens angeschlossen, um entsprechenden Abstand zum Bildschirm zu gewährleisten. Beide Tastaturen - sowohl die externe, als auch die vom AMILO direkt - bieten für mich besten Schreibkomfort. Da kommt selbst mein MacBook nicht mit. Das hohe Gewicht und die geringe Akkulaufzeit von 2,5 Stunden sind die größten Schwächen, sodass ich den AMILO nur stationär im Büro nutze. Für Korrekturarbeiten und die entsprechende Layoutanpassung meiner Bücher möchte ich meinen AMILO jedoch nicht missen.


2. Netbook - Kompakt und energiesparend

MaJa-TV | Netbook Mobil mit dem Samsung Netbook N130. Leider besitzt das Gerät für weitere Software-Installationen kein Laufwerk, sodass externe (Speicher-)Lösungen via SD-Karte oder USB-Stick vonnöten sind

Mein Netbbook N130 von Samsung zählte zu Beginn meiner Schriftsteller-Karriere als Buchautor zum wichtigsten Utensil. Mit 3 auswechselbaren Akkus verschiedener Kapazitätsgrößen in der Tasche erreichte ich fast 30 Stunden Betriebszeit, ohne unterwegs nachladen zu müssen. Mit etwas über einem Kilo war auch das Handling des Netbooks nicht übel. Meine ersten beiden Romane entstanden größtenteils auf diesem smarten Gerät - ob zu Hause am Schreibtisch, auf der gemütlichen Couch oder im heimischen Garten. Selbst ins Ausland konnte ich das N130 ohne Komplikationen mitnehmen. Da ich elektronisch versiert bin, machte es mir auch nichts aus, das Gerät eines Tages aufzuschrauben, um den defekten Power-Schalter auszulöten - und, um einen neuen, den ich im Internet für wenige Euro günstig ergattern konnte, wieder einzubauen. Das Innere des N130 ist schlicht gehalten, doch keinesfalls mickrig oder billig. Innerhalb weniger Minuten war das Problem vom Tisch, wo andere sicherlich das schöne Netbook entsorgt hätten, weil es sich nicht mehr hochfahren ließ.

Inzwischen steht das Netbook nur noch herum, weil mir einige Punkte nicht so gefallen: Da wäre zuerst das Display zu benennen. Die Bildschirmgröße ist mehr als ausreichend, keine Frage - wenn man es auch bei Tageslicht ablesen könnte ... Gerade bei Word 2003 ist es mitunter sehr mühsam, den Text zu lesen - selbst bei größerer Schrifteinstellung. Ohne maximale Hintergrundbeleuchtung ist bei Sonnenlicht kaum was zu erkennen. Zudem strengt langes Arbeiten meine Augen zu sehr an. Dagegen wär' das Gerät ideal, da es eine deutschsprachige Tastatur mit verhältnismäßig großen Tasten aufweist. Ein anderer Punkt ist, dass ich immer flexibler geworden bin, sodass ich mit dem Netbook eben keine schnellen Notizen im Stehen eingeben kann, wenn keine Ablage zur Verfügung steht.

Dies trifft auch auf mein MacBook Pro zu, welches ich am Rande kurz erwähnen möchte: Zwar ist der Bildschirm selbst bei grellem Sonnenschein noch wunderbar abzulesen, doch das höhere Gewicht und die für mich schriftstellerunfreundliche Tastatur stören mich einfach. Zudem erzeugen alle Laptops und PCs bei mir ein Gefühl von "Büroarbeit", was meiner schriftstellerischen Kreativität weniger zugute kommt. Dies ist aber eine rein persönliche Sache, die sich erst im Laufe der Zeit herauskristallisiert hat.


MaJa-TV | PDA Der größte Unterschied zu Laptops und Netbooks: Ein PDA (Personal Digital Assistant), auch Handheld genannt, ermöglicht das komfortable und griffparate Schreiben bzw. Notieren im Stehen - immer und überall. Mit einer passenden (Gürtel-)Tasche, wie hier von "Krämer Pferdesport", lassen sich PDAs leicht zugänglich - gleichzeitig vor Kratzern und Rissen geschützt - transportieren


3. Pocket PCs - Flexibilität im Handumdrehen

MaJa-TV | PDA Pocket LOOX N560 von Fujitsu Siemens: Auch wenn das hochauflösende Display mit 65.536 Farben schick gemacht ist, so frisst der PDA einfach zu viel Strom. Mein Testgerät war bereits nach 3,5 Stunden "leergesaugt". Da nützt auch der komfortable USB-Anschluss einer herkömmlichen Tastatur oder Maus nichts, was den Pocket LOOX N560 auf Reisen angeht

Das erste Gerät, was mir die Freiheit verschaffte, auch im Stehen und Liegen zu arbeiten, war der Pocket LOOX N560 von Fujitsu Siemens. Der PDA kam Mitte der Zweitausender in verschiedenen Ausführungen auf den Markt und bot mit Windows Mobile ein ausbaufähiges Betriebssystem, welches sich von heutigen Smartphones nur in wenigen Punkten unterscheidet. Das sensible Touchscreen-Display besaß eine hohe Auflösung, und auch an Internet-Gimmicks wurde nicht gespart. Ursprünglich waren diese Geräte für Geschäftsleute vorgesehen, um unkompliziert Daten mit dem Büro-PC zu synchronisieren, die man tagsüber auf Meetings oder im Außendienst sammelte. Auch Manager profitierten von der erinnernden Termin-Funktion, einem übersichtlichen Kalender sowie der Word- und Excel-Kompatibilität, ohne sich mit einem Laptop abschleppen zu müssen.

MaJa-TV | SONY CLIÉ Made in Japan: SONY CLIÉ PEG-SJ33 mit separat aufgesteckter Daumentastatur (Mini Keyboard) PEGA-KB20. Einzig der batteriegestützte Speicher nervt, da Datenverlust droht, sobald der Akku keinen "Saft" mehr hat. Abhilfe schaffen nur regelmäßig-durchgeführte Backups via zusätzlichem SONY Memory Stick, der ohnehin benötigt wird, wenn man das Multitalent auch zum Musikhören nutzen möchte

Da mir die Kalender-Funktion via Outlook-Synchronisierung nicht gefiel, bin ich wieder zu meinem älteren SONY CLIÉ PEG-SJ33 zurückgekommen. Faszinierend an dem PDA ist, dass nicht nur organisatorische Dinge abgearbeitet werden können, sondern auch an Romanen oder Artikeln weitergearbeitet werden kann. Um dieser Sache gerecht zu werden, habe ich mir jüngst eine passende Daumentastatur für den CLIÉ zugelegt. Auch wenn die 180,00 Euro für das Zubehörteil anfangs schmerzten, bereue ich meine Entscheidung keineswegs. Es handelt sich um die kleinste, vollumfängliche Tastatur, die jemals für Handhelds entwickelt wurde. Das Schreiben gelingt nach ein bisschen Eingewöhnung spielerisch - fast schon wie auf dem Nintendo GameBoy. Und zur Synchronisierung selber? Diese ist wahrhaftig ein Traum! Ich kann sowohl über die mitgelieferte Palm Desktop Software Daten abgleichen, als auch mit "Documents To Go" - eine Software-Anwendung, die es erlaubt, Word- und Excel-Dateien problemlos zu erstellen und zu editieren. Inzwischen gehört mein SONY-PDA zu dem einzigen, technischen Gerät neben meinem Smartphone, was ich schriftstellermäßig dabei habe, wenn ich unterwegs bin. Schuld daran ist insbesondere die lange Akkulaufzeit, die es mir erlaubt, eine ganze Woche an meinen Werken zu arbeiten. Mehr schafft nur meine Datenbank.


4. Datenbank - Klappgerät, was einfach klappt

MaJa-TV | CASIO SF-7100SY Die CASIO DIGITAL DIARY SF-7100SY erlaubt das Schreiben sogar "fliegend" im Liegen, ohne auf den Oberschenkeln zu drücken. Ein ermüdungsfreies, stundenlanges Arbeiten ist somit immer gewährleistet - egal, wo und wann man seine Ideen zu Papier bringen, sprich ins Gerät tippen möchte. Und im Bus oder Flugzeug gibt es nie wieder Platzprobleme mit dem Vordersitz ...

Meine CASIO DIGITAL DIARY SF-7100SY besitze ich inzwischen seit fast 20 Jahren. Mit gerade einmal nur 1 MB Speicher zählten Datenbanken um die Jahrtausendwende zu den beliebtesten Organizern. Auch wenn für viele solche Speichergrößen witzig vorkommen mögen, so passen in die SF-7100SY fast 350 Buchseiten. Das monochrome Display ist selbst bei direkter Sonneneinstrahlung wunderbar abzulesen. Einzig das nervige Scrollen macht es in langen Texten ziemlich umständlich, geschriebene Sätze zu ergänzen. Weiterhin sind die Datensätze an verfügbaren Zeichen limitiert, sodass immer ein neuer Datensatz angefangen werden muss. Anfangs ist das sehr mühselig, da auch auf die Ordnung der abgespeicherten Datensätze geachtet werden muss - später gewöhnt man sich daran.

Leider kann das Gerät - anders als die Palm- und SONY-Fraktion - nur mit Windows-Rechnern synchronisiert werden, wie man es beim Pocket LOOX gewohnt ist. Für Mac-Liebhaber gibt es leider keine Möglichkeit zum Synchronisieren. Auch, was die Datensicherung unterwegs angeht, muss ich leider einen Wermutstropfen verkünden: Außer per direkter Schnittstellenverbindung zu einer anderen CASIO-Datenbank gibt es keinen Speicherkartenslot zum externen Sichern der Datensätze.

MaJa-TV | CASIO SF-7200SY Mit der CASIO SF-7200SY stehen 2 MB zur Verfügung, was ca. 700 Buchseiten entspricht. Schön ist, dass das Gerät dank großzügiger Tasten auch stationär - also auf dem Schreibtisch stehend - verwendet werden kann. Das entspiegelte, stufenlos-klappbare Display macht's zu allen Lichtbedingungen möglich

Nicht unerwähnt möchte ich dennoch einen Punkt anmerken, der mit Abstand der wichtigste für mich als Buchautor ist: Die Lebensdauer der Batterien. Das Gerät kommt mit handelsüblichen Alkaline AA-Batterien aus - und das sage und schreibe fast ein ganzes Jahr bei normaler Nutzung! Verwendet man die grüne Hintergrundbeleuchtung öfter, reduziert sich die Lebensdauer deutlich. Bei intensiver Benutzung waren beide Batterien nach rund 2 Monaten verbraucht. Trotzdem gibt es bislang kein technisches Gerät für Autoren, was länger durchhält, als die CASIO-Datenbank. Mit der SF-7200SY, die inzwischen auch bei mir eingezogen ist, stehen 2 MB zur Verfügung, was sogar bis zu 700 Buchseiten verspricht. Um noch energiesparender zu arbeiten, bleibt nur noch die Handschrift.


MaJa-TV | CASIO BN-40A Luxus für Schriftsteller: High-End-Gerät von CASIO mit 4 MB Speicher und "echter" Tastatur im Mini-Format, die einen hohen Schreibkomfort mit sich bringt. Mit dem BUSINESS NAVIGATOR BN-40A kann sowohl daheim als auch unterwegs schnell geschrieben werden. Die Tastatur läuft butterweich und ist ein Traum für all diejenigen, die ernsthaft mit dem Schreiben durchstarten möchten und kein Gerät wollen, das erst hochgefahren werden muss oder nur per App funktioniert. Die Einheit kommt (wie die SF-7100SY / SF-7200SY) mit 2 herkömmlichen AA-Alkaline-Batterien aus und arbeitet gegenüber einem PC sehr stromsparend: Ein halbes "Schreibjahr" ist ohne Batteriewechsel durchaus drin (abhängig von der Hintergrundbeleuchtung). Sogar eine Tabellenkalkulation ist an Bord, die sich für Drehbücher wunderbar eignet. Da das Gerät mehr als 20 Jahre auf dem Buckel hat, sollte man nur seriösen Anbietern vertrauen, die die Datenbank samt komplettem Zubehör (sehr wichtig ist das Kabel zur Datensynchronisierung) verkaufen - schließlich ist die BN-40A für schlappe 200,00 Euro kein Schnäppchen, was Gebrauchtware angeht. Dennoch existiert auf dem gesamten Schriftstellermarkt kein Gerät, welches mehr als 1.400 Buchseiten speichert und mit einem Gewicht von nur 285 Gramm (einschließlich Batterien) in jeder Gürteltasche Platz findet. Im Übrigen nutze ich alle vorgestellten Datenbanken zur Digitalisierung meiner handschriftlichen Notizen und Entwürfe, da mit ihnen viel augenschonender gegenüber einem herkömmlichen Computer gearbeitet werden kann. Die uneingeschränkte Unicode-Kompatibilität sorgt für beste Formatierungsergebnisse im Editor sowie in Microsoft Word, sodass der halbe Satz beim Schreiben von Büchern und Artikeln bereits erledigt ist. Fazit: Wer im Netz auf eine gut erhaltene CASIO BN-40A (zu einem vernünftigen Preis) stößt und noch einen älteren Windows-Rechner (ich empfehle Windows XP) zwecks Synchronisierung sein Eigen nennt, sollte nicht lange zögern und unbedingt zugreifen!


5. Handschrift - Einzigartiger geht's nicht

MaJa-TV | Leuchtturm1917 Hier drin kann die Geschichte reifen und sich über längere Zeit buchstäblich entfalten: Notizbuch der Größe A5 von LEUCHTTURM1917 mit 251 durchnummerierten Seiten sowie individueller Namensprägung nach Kundenwunsch. Ideal auch als Traumtagebuch zu verwenden. Leider nimmt mir das Papier zu viel Luftfeuchtigkeit auf, sodass bestimmte Füller und Federstärken ungeeignet sind, und das Geschriebene nach wenigen Wochen zum unkenntlichen Verblassen droht

Nichts geht über die eigene Handschrift: Sie ist persönlich, individuell, authentisch - einfach magisch. Kein technisches Gerät kann den kreativen Prozess ersetzen, den ein Schriftsteller erlebt, wenn er zu Stift und Papier greift. Dies liegt in der Natur unserer Handbewegungen, die sich mit einem besonderen Schwung in unserem Gedächtnis verewigen. Und genau das ist der Hauptgrund, warum viele Autorinnen und Autoren noch heute darauf schwören. Zudem frisst Handgeschriebenes keinen Strom, wenn wir unsere Notizen nur mal durchlesen wollen. Ideen werden in die richtigen Bahnen gelenkt und können auch künstlerisch mit Zeichnungen ergänzt werden, wo herkömmliche Schreibprogramme schnell an ihre Grenzen kommen.

Den größten Reiz, den ich beim Umstieg ins Handschriftliche erleben durfte, ist das Gefühl von Freiheit - ja, absolute Grenzenlosigkeit an Inspiration und schöpferischen Einfällen. Zwar muss ich später alles nochmal abtippen und in "Buchform" rücken, doch ich bin tatsächlich im Entwurf schneller, als wenn ich alles zuvor in den PDA bzw. in die Datenbank schreibe. Außerdem habe ich zu jeder Zeit eine "Datensicherung" zur Hand, die weder stoß- noch absturzgefährdet ist. Selbst Feuchtigkeit löscht Daten nicht durch einen Kurzschluss - und alles ist am Ende noch irgendwie zu entziffern. Den größten Vorteil, den ich bei dieser Art entdeckt habe, ist die Übersichtlichkeit. Erst im Laufe eines langen Romans lernt man das schnelle Blättern und Seitenüberfliegen zu schätzen. Handgeschriebene Textstellen lassen sich mitunter viel schneller finden als die Textsuche in Word - gerade dann, wenn es sich um häufige Begriffe handelt. Dieser kostbare Zeitfaktor ist von unschätzbarem Wert, da eben nicht jede Seite gleich aussieht. Individualität macht's möglich!


MaJa-TV | Radierer Unverzichtbar, wer mit Bleistift und Papier unterwegs ist: Radierer in zwei unterschiedlichen Größen



Fazit

Als treuen Begleiter nutze ich meinen SONY-PDA CLIÉ PEG-SJ33 am liebsten, um gesammelte Redewendungen und Wörter, die nicht im Internet abzurufen sind, schnell nachzuschlagen. Ein Notizbuch stemmt solche Aufgaben leider nicht. Außerdem hilft er mir, nebenbei meine Termine im Alltag übersichtlich im Griff zu halten, was kein schriftlicher Terminkalender besser kann oder könnte. Zudem ist die Erinnerungsfunktion des elektronischen Terminkalenders selbst über mehrere Jahre hinweg nicht nur praktisch, wiederholend und zuverlässig, sondern sie hilft mir auch, wertvollen Archivplatz zu sparen. Und für schnelle Notizen - sei es zu Hause oder unterwegs - ist der PDA leicht und schnell zur Hand; das Ganze bei moderater Akkuleistung bis zu einer Woche Dauernutzung, die ebenso nicht unerwähnt bleiben möchte.

Durchgefallen ist hingegen der Pocket LOOX N560, auch wenn der nichtflüchtige Speicher bei einem Akkuwechsel zuverlässig arbeitet, und auch eine SD-Karte separaten Zugang für verschiedene Anwendungen findet. Die Bildschirmtastatur jedoch ist zu klein, um 100% treffsicher und schnell zu schreiben. Auch eine passende, mobile Tastatur, die als Daumentastatur sowohl im Stehen, als auch im Liegen nutzbar wäre, konnte ich bislang nicht finden. Für mich hat das Gerät zu viel Schnickschnack dran, was mich eher an einen Büro-PC im Taschenformat erinnert - eben halt ein Pocket PC.


MaJa-TV | Journalisten-Set So einfach analog kann's auch gehen: Vollwertige, brauchbare und zudem farbenfrohe Reise- und Büroausstattung für routinierte Journalisten und welche, die es werden wollen. Alles zusammen im Drogeriemarkt "Rossmann" zum Straßenpreis von 8,45 EUR erhältlich (Preisstand: 08/2022). Bei diesen bekannten Marken macht man nichts falsch. Darüber hinaus brauche ich mir nie Gedanken um die Haltbarkeit sowie das Nachladen von Akkus zu machen - und kann mich auf den wesentlichen Kreativprozess konzentrieren: Dem Schreiben. Klare Kaufempfehlung also von meiner Seite!


Beide Datenbanken von CASIO - die SF-7100SY und die SF-7200SY - kann ich uneingeschränkt empfehlen. Für gerade mal 55,00 Euro kann man als Schriftsteller-Neuling nichts falsch machen. Die Kosten halten sich durch den geringen Batterie-Verbrauch in Grenzen - und schaffen eine wunderbare Brücke zwischen handschriftlichen Notizen und dem Steckdosenzwang anderer Geräte. Allerdings lässt die mobile Datensicherung und die Mac-Kompatibilität zu wünschen übrig, sodass die Datenbank nur für Windows-Nutzer und Entwurfsarbeiten interessant sein dürfte.



Nicht durchgefallen, aber für mich nicht überzeugend genug, ist das Samsung Netbook N130. Wer nicht im Freien schreiben möchte - und keine Probleme mit dem üblichen Gewicht hat - kann jedoch bedenkenlos zugreifen. Für knapp 300,00 Euro ist das Gerät zum Schriftsteller-Einstieg interessant - ohne Office-Abo!

Apple MacBook Pro und AMILO D 8800 sind für mich typische Büro-Geräte - und so sollten sie auch verwendet werden. Beide Laptops sind zu schwer, um diese mit sich herumzuschleppen. Als Autor genieße ich die Freiheit - und will nicht ständig auf der Suche nach einem Sitzplatz sein, um meine Gedanken freien Lauf zu lassen. Für die heimische Korrektur jedoch sind beide Geräte nicht zu ersetzen - es sei denn, das Handgeschriebene bleibt handschriftlich.

MaJa-TV | Leuchtturm1917 Kleine Notizbücher - wie von LEUCHTTURM1917 in der Größe A6 mit 187 praktischen Seiten - passen in jede Tasche

Der Gedanke, dass ich auch mit Einfachheit - bestehend aus einem simplen Stift und einem handelsüblichen Notiz- oder Collegeblock, den es überall nachzukaufen gibt - meiner Berufung ebenso folgen kann, ist Motivation genug, selbst in schweren Zeiten einer Pandemie den Kopf nicht hängen zu lassen - gerade, wenn es um das Thema Energie- und Stromverbrauch geht. Hier zeigt sich die wahre Stärke der Handschriftlichkeit, die keinerlei Ressourcen verschlingt, außer die eigenen Materialien, die mit wachsamem Auge zu günstigen Konditionen eingekauft werden sollten.

Insofern arbeite ich am liebsten mit der Hand, sodass die klassische Handschriftlichkeit ganz klar als Sieger hervorgeht.

Marco Imm




Update in puncto Schreibgeräte

14.02.2022

Nach dem gestrigen Bericht werden sich nun einige Leser:innen die Frage stellen, welcher Stift - und vor allem welches Papier - am besten für sie geeignet ist. In diesem Update stelle ich einige Schreibutensilien vor, die sich nach längerer Zeit behaupten konnten, wobei andere nur bedingt einsatzfähig sind. Ob ein simpler Notizblock meinem SONY-PDA das Wasser reichen kann? Wir werden sehen.


MaJa-TV | Notizen


1. Papier - Wichtigste Autoren-Quelle

MaJa-TV | Erika Auch wenn die "Erika" zu den früheren Reiseschreibmaschinen zählte, konnte sie sich nicht unbedingt als Leichtgewicht bezeichnen. Allerdings brachte sie zwei entscheidende Vorteile gegenüber der heutigen Computer-Technik mit sich: Sie benötigte keinen Strom, und der "Drucker" war ständig mit dabei - patronenfrei! Somit war alles an Bord, was man als Schreiberling so brauchte

Schreibmaschinen-Liebhaber kennen das: Selbst die hochwertigste Maschine ist nutzlos, wenn das Papier als schwächstes Glied der Kette versagt. Neben verschmierten Seiten kommen bei Verwendung von Füllern andere Probleme hinzu: Ist der Tintenfluss zu stark, neigt dünnes Papier zum Durchschimmern - im schlimmsten Fall zum Durchbluten. Auf der Rückseite sind dann Schäden wie nach einer Flutkatastrophe sichtbar - übertrieben ausgedrückt.

Niemand wünscht sich so etwas zwischen wichtigen Aufzeichnungen.

Schuld daran ist zu dünnes Papier. 60 g/m² sollten nur für schnelle Notizen Verwendung finden, die hinterher entsorgt oder übertragen werden. Die x.books von Herlitz eignen sich bestenfalls für Journalisten. Ich nutze die A7-Variante dieser Reihe für Gedanken und Einfälle, wenn ich unterwegs bin, da diese Größe an Notizblock praktisch im Portemonnaie verschwindet, ohne zu stören.

MaJa-TV | Notizen Teurer, dennoch sehr leistungsfähiger CLIÉ PEG-SJ33 von SONY neben einem preiswerten, dafür jedoch stromlosem x.book von Herlitz. Beide haben im Vergleich ihre Vor- und Nachteile. Abwägen sollte man zwischen Nutzen (Einsatzbereich), Haltbarkeit und persönlichen Vorlieben. Immerhin: Auch der SONY-PDA ist auf Knopfdruck sofort einsatzbereit, wenn man ihn braucht, da er nicht hochgefahren werden muss

Ja, so ein x.book tritt schon fast in enge Konkurrenz zu meinem knapp 19 Jahre alten SONY CLIÉ PEG-SJ33. Warum? Weil dieser so schön leicht ist und überhaupt keine Energie (ver)braucht. In Verbindung mit einem IKEA-Bleistift (ich liebe diese kostenfreien und süßen Begleiter) oder einem smarten Kugelschreiber, wie von ONLINE, gerät ab sofort kein Gedanke mehr in Vergessenheit.

Der einzige Nachteil ist, dass immer eine Lichtquelle zur Verfügung stehen muss. Im Auto ist das Leselicht schnell gedrückt; bei Spaziergängen sollte man sich angewöhnen, stets eine Taschenlampe mit sich zu führen, wenn man im Dunkeln noch draußen unterwegs ist. Das sorgt - nebenbei betrachtet - auch für mehr Sicherheit.

Darf's ein bisschen mehr sein? Und ob! Herlitz bietet das x.book u. a. auch in der Größe A6 mit 70 g/m² Papierqualität an. Das reicht, um sich bspw. ein kleines Nachschlagewerk anzulegen (kann nie schaden, wenn beim Camping im Wald kein Internet zur Verfügung steht).


MaJa-TV | Tagebuch LEUCHTTURM1917 bietet eine breite Palette an formschönen Notizbüchern und Kalendern an. Der Clou: Man kann bei dieser Art von Schreiben kein Ladekabel oder das vorherige Laden von Akkus vergessen, wie es mir im September 2019 auf Mallorca mit dem Netbook ergangen ist - und das auch noch kurz vor Veröffentlichung meines Debütromans. Sollte das Papier einmal knapp werden oder der Stift ausgehen, so findet man selbst im Ausland jederzeit preiswerten Nachschub. Unkomplizierter geht es nicht!


Wer die Buchform lieber mag, und Softcover als zu knickempfindlich betrachtet, sollte mal bei LEUCHTTURM1917 vorbeischauen. Auch wenn das von mir getestete 80 g/m² Papier weniger Füller-geeignet erscheint, und das Geschriebene nach 3 Monaten stark zum Verblassen droht, finde ich die Aufmachung super. Auch eine individuelle Namensprägung gegen Aufpreis wertet bspw. ein Erfolgsjournal elegant und stilgerecht auf. Ich nutze mein Hardcover-Büchlein der Größe A5 als Traumtagebuch - und bin für sämtliche Eintragungen darin auf einen STABILO-Fineliner umgestiegen. Für einfache Aufzeichnungen oder Roman-Entwürfe sind mir die LEUCHTTURM1917-Produkte zu hochpreisig.

MaJa-TV | Schreibhefte Oxford umfasst ein unschlagbares Repertoire an Notiz- und Collegeblöcken zu attraktiven Preisen - nicht nur für Schriftsteller. Das Papier wurde über mehrere Monate hinweg ausführlich von mir getestet und kann uneingeschränkt weiterempfohlen werden

Am liebsten schreibe ich auf dem Papier der Marke Oxford. Selbst einen sonst kratzigen Füller erkennt man kaum wieder, sobald er einmal in Kontakt mit dem in Frankreich hergestellten Papier gekommen ist. Der Tintenfluss ist immer gut - selbst für Schnellschreiber. Hervorzuheben ist die Haptik, das individuelle Angebot an Designs und Produkten sowie der Preis. Ein Heft in B5-Größe (im Übrigen mein Lieblingsformat) mit 90 g/m² Papier und 80 Blättern (160 Seiten) kostet keine 3,00 Euro. Im Fünferpack spart man nochmal. Ich empfehle, sich bei verschiedenen Anbietern schlau zu machen (Amazon ist aufgrund der Versandkosten nicht immer am preiswertesten).

MaJa-TV | Notizblock Für den üblichen Hausgebrauch als Ottonormalverbraucher sowie für die gewerbliche Nutzung gleichermaßen einsetzbar: Clairefontaine ist für diejenigen interessant, die auf der Suche nach außergewöhnlichen Notizbüchern sind - insbesondere, was Format, Design und Robustheit betrifft

Neu hinzugekommen sind für mich Produkte der Marke Clairefontaine. Sie stammen ebenso aus Frankreich und bieten mit ihrem 90 g/m² Papier beste Schreibqualität. Der Clou: Die Formate sind außergewöhnlich praktisch. Dank des schlanken Ringbuchs, das einem Miniatur-Collegeblock gleicht, kann ich in meiner linken Handfläche einen Roman-Entwurf verfassen, während sich andere im Café unterhalten. Auch für Reporter dürfte dieses Format interessant sein, da sich der Preis i. H. v. 2,00 Euro für die gebotene Qualität in Grenzen hält. Wer eine Nummer kleiner sucht, wird bei Clairefontaine ebenfalls fündig.


MaJa-TV | Notizblock und Bleistifte samt Spitzer Handwerkszeug für Macher: Zusammen mit einem herkömmlichen Bleistift (hier der Scolair von Herlitz in 4 unterschiedlichen Härtegraden) ist man mit dem handlichen Notizblock von Clairefontaine bestens für Redaktionsarbeiten gerüstet. Sei es für umherkreisende Gedanken, für das Skizzieren und Notieren von Drehorten - oder im Einsatz als unvergesslich-schneller Traum(auf)fänger. Damit der Stift im Portemonnaie oder in der Hosentasche weder verschwindet, noch das Innenfutter zersticht, habe ich ihn mit einem abnehmbaren Clip sowie einem praktischen Radiergummi versehen. Letzterer sorgt zudem dafür, dass mir die Mine unterwegs nicht abbricht. Aufgrund der individuell zu kürzenden Stiftgröße und des unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnisses kommt ein Druckbleistift kaum dagegen an. Der passende Anspitzer findet in der Münz- bzw. Uhrentasche (coin- / watch-pocket) einer Jeans seinen festen Platz


2. Füller - Geschwungene Leichtigkeit

MaJa-TV | Füller Der Montblanc findet wohl eher selten Verwendung; dagegen eignen sich ONLINE-Füller für den Dauer-Einsatz, was ich mir bei Pelikan auch gewünscht hätte (v. links n. rechts + oben)

Angefangen von herkömmlichen Schulfüllern durfte ich in meinem Leben schon etliche, andere Exemplare testen. Was Fakt ist: Der Preis allein sagt oft nichts über die Qualität aus. Viel wichtiger ist, für welche Art - nämlich Patronen- oder Kolbenfüller - man sich letztendlich entscheidet.

Den Montblanc nutze ich gelegentlich bis selten - und nur daheim. Der Grund liegt darin, dass es sich beim Montblanc um einen Kolbenfüller mit fest integriertem Tank handelt. Unterwegs bedeutet das: Ohne Tintenfass ist ein Nachfüllen nicht möglich. Wer keine Sauerei in der Tasche erleben möchte (die meisten Tintenfässchen sind aus Glas und damit zerbrechlich), sollte solch ein Gerät ausschließlich im Büro oder bei Kundenterminen (z. B. für geschäftliche Unterschriften) nutzen. Für Schriftsteller und Vielschreiber dient ein Montblanc eher zum Schmücken der Vitrine, falls man auf diese Art von Motivation steht. Außerdem ist der Preis auch nicht ganz ohne ...

Alltagstauglich hingegen sind Füller der Marke ONLINE. Diese können sowohl mit Standard-Patronen, als auch mit einem sogenannten Konverter betrieben werden. Letzterer verhält sich wie ein Kolbenfüller und wird mit einem Tintenfass umweltfreundlich "nachgeladen". Nicht alle Konverter passen von der Länge oder Stärke in jedes Gerät! Am besten im Fachgeschäft nachfragen und ggf. dort vor Ort ausprobieren, um auf der sicheren Seite zu sein. Ich verwende die üblichen M-Federn, womit ich das beste Ergebnis zwischen Schriftbild und Verbrauch erziele.


MaJa-TV | Pelikan L65 Riesentank-Füller L65 von Pelikan aus den Neunzigern. Der Clou an diesem Füller ist - wie der Name schon sagt - riesig: Ungefähr fünfmal mehr Tinte speichert der integrierte Tank gegenüber herkömmlichen Patronenfüllern. Dank eines Ventilrädchens am Schaftende läuft die Tinte aus dem cleveren Tintenspeicher (Vorratskammer) in den Schreibtank, welcher hinterm Griffstück platziert wurde. Der Tankfüller kann nur mithilfe des mitgelieferten Fläschchens (mit herkömmlicher Schreibtinte jederzeit nachfüllbar) befüllt werden, doch das ist dank der vorrätigen, üppigen Tintenmenge im Füller kein Problem. Ich kann gute 8 Tage am Stück durchgehend schreiben, ohne den Füller neu befüllen zu müssen. Leider läuft dieser am Ventilrädchen aber auch schnell aus, sobald sich Druckverhältnisse unterwegs ändern. Daher kann ich den Füller als Reiseschreibgerät nur bedingt empfehlen, heißt: Unbedingt in einer Frühstückstüte transportieren, um keine böse Überraschung in der Tasche oder an den Klamotten zu erleben!


Den geringsten Verbrauch besitzt mein Pelikan-Füller mit F-Feder. Man könnte auch sagen, dass ich mit ihm doppelt so viel schreiben kann, als wenn ich mit einem ONLINE-Füller unterwegs bin. Das Problem: Nicht alle Papiersorten mögen diese Sparsamkeit - oft am falschen Ende. Zudem hat sich nach nur weniger Benutzung das Griffstück hinter der Feder verfärbt. Die Chrom-Imitation blättert nach kurzer Zeit ab und lässt das wahre Material aufblitzen. Für mich ein absolutes No-Go!


3. Kugelschreiber - Immer zur Hand

MaJa-TV | Kugelschreiber Drehkugelschreiber "Piccolo Stylus" von ONLINE und Druckkugelschreiber "4 Colours Shine" von BIC im Vergleich. Beide sind in verschiedenen Farben und Designs erhältlich

Obwohl ich Kugelschreiber überhaupt nicht mag, möchte ich 2 Exemplare vorstellen, die meinen Alltag erleichtert haben.

4 Kugelschreiber in einem? Das schafft der BIC. Dieser - mittlerweile fast überall erhältliche Druckkugelschreiber - bringt frische Farben mit sich. Neben klassischem Blau und Schwarz bietet das handliche Helferlein auch ein abwechslungsreiches Grün. Und wem das nicht reicht, kann ihn gerne als Rotstift verwenden.

Schade finde ich, dass die Minen nicht austauschbar sind. Und da der inzwischen sehr beliebte Kugelschreiber gegenüber der Markteinführung deutlich im Preis gestiegen ist, sollte man ihn nicht als "Schmuddelkuli" verwenden.


MaJa-TV | Herlitz Unzertrennlich - und außerdem ein Fliegengewicht für Reporter und Autoren gleichermaßen: Drehkugelschreiber "Piccolo Stylus" von ONLINE mit abschraubbarem "Stylus Tip" (Touch-Kugel für Smartphones) und x.book von Herlitz im handlichen A7-Portemonnaie-Format. Beide passen mit ihren schlanken Abmessungen und ihrem federleichten Gewicht in jede Tasche oder 5-Pocket-Jeans, sind sofort zur Hand und benötigen kein jährliches Upgrade zum Weiterschreiben. Auch kann man wunderbar während des Laufens Einfälle notieren, um so keine Gedanken zu vergessen, was beim Hochfahren eines Netbooks schneller passieren kann, als man für möglich hält. Absoluter Vorreiter also in puncto Beschaffung, Robustheit und Endpreis - inkl. null "Energiebedarf" während der Arbeit. Effizienter kann man nicht schreiben, und darauf kommt es letztendlich an. Im Übrigen wird man als Reporter nur mit Stift und Papier so richtig ernst genommen - nebenbei gesagt. Schade nur, dass sich das Griffstück vom "Piccolo Stylus" nach ein paar Monaten "abgreift"


Alltagstauglich und immer griffparat ist hingegen der Mini-Kugelschreiber von ONLINE. Er ist so klein und smart, dass er ins Portemonnaie passt. Zusammen mit einem A7-Notizblock von Herlitz hat man stets ein zuverlässiges Fliegengewicht in der Tasche, sobald man sie miteinander verheiratet. Dank einer großen Farbauswahl ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und - wichtig: Die Mine ist austauschbar und im gut sortierten Schreibwarenladen für wenig Geld nachzukaufen.


Endergebnis

MaJa-TV | Schreibmaschine Auch mit einer 20 Jahre alten, elektronischen Typenradschreibmaschine - wie hier die CMT 150 von callme in der color line - muss man sich heutzutage nicht mehr abschleppen. Dennoch möchte ich die "Kopierfunktion" - also das mehrfache Ausdrucken eines Dokuments - nicht unerwähnt lassen. Schade nur, dass sie lediglich einen 230V-Stromanschluss besitzt ...

Es ist gar nicht schwer, das passende Schreibgerät zu finden, wenn man sich die Mühe macht und offen dafür ist, verschiedene Produkte zu testen. Ob elektronisch oder handschriftlich unterwegs: Den geringsten Energieverbrauch (nämlich gleich null) erreicht man nur, wenn man zu Stift und Papier greift. Anders als Smartphone, Tablet und PC ist diese Form 100% updatefrei. Es gibt keine technischen Voraussetzungen, die zu benötigendes Zubehör liefern muss. Ich muss mir auch keine Gedanken um Schriftart, -größe und -formatierung machen; selbst Zeichnungen lassen sich wunderbar integrieren.

Am Ende will man ja nur eines: Unkompliziert und kreativ schreiben. Und genau darauf sollte man auch den größten Wert legen.

Marco Imm


Pro & Contra aller getesteten Schreibgeräte

- Wie viel braucht man wirklich, um zufrieden zu schreiben? -

Gerät

Pro

Contra

MaJa-TV | Laptop

LAPTOP (NOTEBOOK):

AMILO D 8800 (Fujitsu Siemens)

Fazit: Alle Schriftsteller-Werkzeuge sind an Bord, außer die entscheidende Mobilität.

+ übersichtliches Format (großer Bildschirm) *

+ sehr gute "Schreib-Tastatur"

+ Diskettenlaufwerk zur Erstellung von Archiven und für die Bearbeitung alter Dokumente nützlich

+ direkt am Dokument (weiter-)schreiben und editieren *

+ Layout und Satz nach Wunsch einstellbar (Druckweitergabe) *

+ alle Dokumente auch mobil und ohne Abo- / Internetpflicht immer dabei

- unhandliche Abmessungen *

- hohes Gewicht *

- laute und störende Lüftergeräusche

- für Hobby- und Wenig-Schreiber:innen zu teuer *

- geringe Akkulaufzeit (2,5 Std.)

- Schreiben im Stehen nur vor einem Pult / einer Ablage möglich *

MaJa-TV | Netbook-Tasche

NETBOOK:

Samsung N130

Fazit: Energiesparend, kompakt und leicht, sofern mehr drinnen als draußen gearbeitet wird.

+ kompakte Abmessungen

+ moderates Gewicht

+ gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, auch für Hobby-Schreiber:innen

+ lange Akkulaufzeit bis zu 10 Std. pro austauschbarer Batterie

+ keine Abo- / Internetpflicht zum Schreiben erforderlich

+ gute und vollumfängliche Tastatur

+ auch im Ausland nutzbar

- Bildschirm bei Sonnenlicht schwer abzulesen

- Layout und Satz unübersichtlich / nur bedingt einzustellen

- Schreiben im Stehen nur vor einem Pult / einer Ablage möglich *

MaJa-TV | Handheld

PDA (HANDHELD):

Pocket LOOX N560 Pocket PC (Fujitsu Siemens)

Fazit: Für Schriftsteller ergeben sich mehr Nach- als Vorteile.

+ hochauflösendes Farbdisplay mit Hintergrundbeleuchtung **

+ optisch sehr hochwertig **

+ benutzerfreundliche, formschöne Windows-Oberfläche

+ Word und Excel voll nutzbar

+ großzügiger, nichtflüchtiger Speicher auch bei Akkuwechsel

+ ausbau- und internetfähig

+ freie Tastenbelegung für Schnellzugriffe

+ auch per Powerbank aufzuladen **

+ auch im Bus, Flugzeug und / oder Ausland nutzbar **

+ Schreiben im Stehen, Sitzen, Laufen und Liegen möglich **

- geringe Akkulaufzeit (3,5 Std.)

- Hochfahren notwendig **

- gewöhnungsbedürftige PIM-Anwendungen (Outlook)

- zu kleine Bildschirmtastatur

- mobile Daumentastatur zum Aufstecken nicht erhältlich

- kein klappbarer Display-Schutz (erfordert Tasche)

- Display meist nur mithilfe der Hintergrundbeleuchtung ablesbar

- hoher Anschaffungspreis

MaJa-TV | Handheld

PDA (HANDHELD):

CLIÉ PEG-SJ33 PERSONAL ENTERTAINMENT ORGANIZER (SONY) ***

Fazit: Ideal als elektronisch-ergänzendes "Reise-Notizbuch".

+ Mittelklasse-PDA mit abwechslungsreichen Multimedia-Anwendungen, z. B. Musikhören **

+ Klappdeckel als Bildschirmschoner oder Verdunklung nutzbar

+ hochauflösendes Farbdisplay mit Hintergrundbeleuchtung **

+ auf Knopfdruck sofort einsatzbereit (kein Hochfahren)

+ moderate Akkulaufzeit (10 Std.)

+ auch per Powerbank aufzuladen

+ handlich und kompakt wie ein A7-Notizblock

+ zuverlässige PIM-Anwendungen bereits vorinstalliert und für den Alltag mehr als brauchbar

+ zügige Synchronisierung und bequemer Datenabgleich per Knopfdruck mit dem PC

+ SONY Memory Stick Slot an Bord (mobile und zuverlässige Datensicherung)

+ mobile Daumentastatur zum Aufstecken separat erhältlich

+ umfassendes und nützliches Zubehör-Programm

+ Word und Excel dank "Documents To Go" voll nutzbar (Software im Komplettpaket enthalten)

+ Unicode-kompatibel (Editor)

+ freie Tastenbelegung für Schnellzugriffe

+ Schreiben bei völliger Dunkelheit ohne zusätzliche Lichtquelle dank beleuchteter Bildschirmtastatur **

+ auch im Bus, Flugzeug und / oder Ausland nutzbar **

+ Schreiben im Stehen, Sitzen, Laufen und Liegen möglich **

- Akku mobil nicht auszuwechseln

- flüchtiger Speicher (Datenverlust bei leerem Akku)

- Internet nur durch Zubehör nutzbar

- Display meist nur mithilfe der Hintergrundbeleuchtung ablesbar

- Bildschirmgröße für umfangreichere Texte zu klein

- hoher Anschaffungspreis

MaJa-TV | CASIO Datenbank

DATENBANK:

DIGITAL DIARY SF-7100SY / SF-7200SY (CASIO) ***

Fazit: Wer schnelle Entwürfe schreiben und gleichzeitig energiesparend unterwegs sein will, sollte unbedingt zugreifen.

+ lange Batterielaufzeit (bis zu 365 Tage bei ausgeschaltener Hintergrundbeleuchtung)

+ kein Aufladen oder Hochfahren notwendig

+ Betrieb mit handelsüblichen AA-Alkaline-Batterien (Mignon-Zellen, 2 Stk.)

+ bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, auch für Hobby-Schreiber:innen

+ ideal für schnelle Entwürfe

+ Tastatur dank komfortabler Tastenabstände mit Daumen oder Fingern gleichermaßen nutzbar

+ ermüdungsfreies und stundenlanges Arbeiten möglich

+ großzügiger Speicher (SF-7100SY: 350 Buchseiten; SF-7200SY: 700 Buchseiten)

+ entspiegeltes, stufenlos-klappbares sowie überaus kontrastreiches Monochrom-Display (schwarz-weiß)

+ Display auch bei Sonnenlicht hervorragend abzulesen

+ grüne Hintergrundbeleuchtung (serienmäßig ohne Aufpreis)

+ auch als universelles Eingabe-Terminal nutzbar

+ Unicode-kompatibel (Editor)

+ auch im Bus, Flugzeug und / oder Ausland nutzbar **

+ Schreiben im Stehen, Sitzen, Laufen und Liegen möglich **

- keine Mac-Kompatibilität

- gewöhnungsbedürftige Datensatz-Erstellungen

- keine alphabetische Sortierreihenfolge in der Memo-Anwendung (nur nach Datum)

- Synchronisierung etwas umständlich

- unübersichtliches Scrollen und langer Suchvorgang bei umfangreicheren Texten (nur für Entwurfsarbeiten sinnvoll)

- fehlender Speicherkartenslot (keine Backups / Datensicherung nur per Knopfzelle CR2032 unterwegs möglich)

- zu klobig für reine Notizbuch-Anwendungen

MaJa-TV | Erika Schreibmaschine

SCHREIBMASCHINE:

Erika / CMT 150 color line (callme) - kurz erwähnt

Fazit: Heutzutage nur noch für Retro-Liebhaber zu empfehlen.

+ übersichtliches und klangvolles Schreiben

+ sparsamer "Drucker" immer dabei (patronenfrei)

+ kein Strom erforderlich (Erika)

+ keine Software notwendig

+ Layout und Satz nach Wunsch einstellbar (Druckweitergabe) *

+ Schreiben ohne Abo- / Internetpflicht

- unhandliche Abmessungen *

- hohes Gewicht *

- nachbarschaftsunfreundliche Lautstärke

- nachträgliche Korrekturen schwer umzusetzen (eher für Entwürfe)

- "Kopien" nur bedingt möglich (begrenzter Textspeicher bei elektronischen Schreibmaschinen)

- fühlt sich eher wie Büroarbeit statt kreativer Entfaltung an

- Schreiben nur im Sitzen möglich *

MaJa-TV | Leuchtturm1917

HANDSCHRIFT:

Verschiedene Hersteller / Produkte

Fazit: Wer ergiebig, kreativ und unabhängig von Stromquellen schreiben möchte, kommt an der Handschrift nicht vorbei.

+ "echtes", kreatives Schreiben und originelles Handwerk

+ authentisch und unverwechselbar (Unikat)

+ preiswerter und simpler Einstieg

+ kein Strom und keine Software erforderlich (unabhängig und energiesparend)

+ schnelle Notizen und übersichtliche Entwurfsarbeiten

+ unkomplizierte Arbeitsweise

+ absturzfrei und unempfindlich gegenüber Stößen sowie Hitze- / Kältequellen

+ zuverlässige "Datensicherung"

+ leichtes Suchen selbst bei längeren Texten

+ "geschriebenes Buch" bei Hardcovern ohne Druck zur Hand

+ nachträgliche Änderungen und Einfügungen lassen sich bei Bedarf realisieren

+ Zeichnungen können individuell und bequem eingefügt werden

+ farbige Texte und Markierungen möglich

+ auch im Ausland nutzbar

- für jede Anwendung das passende Produkt notwendig (Kalender, Schreibblock, Adressbuch etc.)

- Nachschlagen nur mit weiteren Hilfsmitteln möglich (Duden etc.)

- Handhabung verschiedener Schreibgeräte erfordert Einübung

- Stift und Papier sollten abgestimmt sein

- bei falscher Papierwahl droht Verblassen oder Verschmieren

- Arbeiten bei schlechten Lichtbedingungen nur bedingt möglich

- nachträgliches Abtippen in den PC notwendig (Zeitaufwand)

- kein komfortables Schreiben im Stehen, Laufen oder Liegen (Sitzplatz erforderlich)

- Verkrampfungen nach längerem Schreiben möglich (Pausenzwang)

* Apple MacBook Pro ähnlich

** Smartphone oder Tablet ähnlich

*** Wer einen Mix aus energiesparendem Monochrom-Display und handlichem PDA sucht, sollte sich den preiswerten, dennoch für Schriftsteller sehr interessanten Zire 21 von Palm ansehen.

"Schreiben in einer Hand - macht die Story erst interessant."

MaJa-TV | Reise-Schreibzeug Passt, wackelt nicht und hat trotzdem noch etwas Luft: Zweckentfremdetes Brillenetui von ZEISS (Abmessungen: 160x53x28 mm) mit komplettem Reise-Schreibzeug an Bord. Neben einem Druckbleistift in 0,7 mm Ausführung, einem Standard-Bleistift samt abnehmbarem Clip und Aufsteck-Radiergummi sowie einem Multifunktionskugelschreiber, der neben einem Lineal und einer Wasserwaage unter der Touch-Kugel einen praktischen Schraubendreher versteckt hält, finden weiterhin ein Radiergummi, ein Anspitzer mit "Auffangtütchen" sowie eine Taschenlampe im Inneren Platz. Letztere ist besonders hilfreich, wenn im Dunkeln noch Notizen oder Gedanken eingefangen werden müssen. Attraktive 215 Gramm bringt mein gepacktes und robustes Schreibetui mit Schaumstoffeinlage (inklusive 2 AAA-Alkaline-Batterien innerhalb der Taschenlampe) auf die heimische Küchenwaage. Fazit: Für meine Zwecke immer in der Jacken- oder Hosentasche dabei und insbesondere im Urlaub schnell griffbereit


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Zum Autor

Marco Imm, 1988 in Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt) geboren, wuchs in der Stadt Gräfenhainichen auf. Bereits in der Schulzeit fand er jede Menge Freude am Schreiben und Erzählen von Geschichten.

Nach seiner Ausbildung zum Elektroniker schrieb er als freier Fachautor für mehrere Verlage, und drehte außerdem über 150 Reportagen und Clips, welche insgesamt auf der Videoplattform YouTube erschienen.

Ein mysteriöses Ereignis im Wald bei Helfta (Eisleben) lieferte den Grundstein für packende Thriller, welche überwiegend auf wahren Ereignissen basieren.

Im Oktober 2019 brachte er seinen ersten Roman Verschwunden im Wald heraus. Seine Werke erscheinen im BoD Books on Demand Verlag, Norderstedt.

Marco Imm spricht in seinen Büchern die Themen der Angstbewältigung sowie der Selbstfindung an. Als Experten-Autor hat er sich vor allem auf die Problematiken von paranormalen Phänomenen, Zeitlinien, morphischen Feldern, Dimensionsschichten, holografischen Projektionen sowie der Quantenmechanik spezialisiert. Zu seinen Kernschwerpunkten zählen die Bewusstseins- und Traumforschung, Parallelwelten und Schwarze Löcher.

Im April 2022 erschien erstmals sein eigenes Thriller-Serienmagazin (Band 3) auf MaJa-TV.